Wegen der Krise in Japan müssen Arbeitnehmer in einzelnen deutschen Branchen möglicherweise mit Kurzarbeit rechnen. Entsprechende Pläne gibt es nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" (Donnerstag) in Unternehmen, die auf japanische Zulieferer angewiesen sind. "Uns liegen erste Anfragen aus dem Automobilbereich vor", sagte eine Sprecherin der Bundesagentur für Arbeit der Tageszeitung. Sie erwarte, dass in den nächsten Wochen auch die ersten Anträge auf Kurzarbeitergeld wegen der Japankrise eingehen würden. Die Bundesagentur habe bereits juristisch klären lassen, dass in einer solchen Situation die Auszahlung von Kurzarbeitergeld möglich sei, berichtete die Zeitung. Das Unternehmen müsse allerdings nachweisen, dass Lieferengpässe nicht durch andere Lieferanten oder aus Lagerbeständen kompensiert werden könnten. Bei Kurzarbeit werden die Einkommenseinbußen durch verkürzte Arbeitszeiten teilweise von der Bundesagentur ausgeglichen. Eine Umfrage der Zeitung unter Automobilherstellern in Deutschland ergab, dass bislang noch kein Hersteller offiziell Kurzarbeit beantragt hat. (dpa)
Zeitungsbericht: Kurzarbeit wegen Japankrise befürchtet
Der Bundesagentur für Arbeit liegen Medienberichten zufolge bereits erste Anfragen aus dem Automobilbereich vor. In den nächsten Wochen könnten demnach auch die ersten Anträge auf Kurzarbeitergeld eingehen.