Autozulieferer: Schaeffler blickt mit Vorsicht in die Zukunft

03.03.2026 13:17 Uhr | Lesezeit: 2 min
Schaeffler-Gruppe
Schaeffler: Nettoverlust von 424 Millionen Euro im Jahr 2025
© Foto: Schaeffler AG

Die Fusion mit Vitesco kostet weiter Geld, doch operativ ging es für den fränkischen Zulieferer zuletzt bergauf.

Der Automobil- und Industriezulieferer Schaeffler blickt nach einem erneut verlustreichen Jahr 2025 mit Vorsicht in die nähere Zukunft. Der Vorstand peilt einen Umsatz in Höhe von 22,5 bis 24,5 Milliarden Euro an – nachdem der Umsatz im vergangenen Jahr um 3,4 Prozent auf 23,5 Milliarden Euro zurückgegangen war.

Schaeffler hatte im vergangenen Jahr zwar beim operativen Ergebnis um 11,1 Prozent auf 936 Millionen Euro zugelegt. Unter dem Strich blieb aber ein Nettoverlust von 424 Millionen Euro stehen. Dies ist auf hohe Sonderbelastungen aus dem Konzernumbau zurückzuführen. Schaeffler hatte 2023 das Schwesterunternehmen Vitesco übernommen und arbeitet weiterhin an der Integration des Zukaufs. Im Jahr 2024 hatte der Verlust mit 632 Millionen Euro sogar noch höher gelegen.

Das Unternehmen setzt im Automobilbereich verstärkt auf Elektroantriebe. "In unserem Kerngeschäft machen wir gute Fortschritte. Das gilt vor allem für die Sparte E-Mobility, wo wir überdurchschnittlich stark gewachsen sind", sagte Schaeffler-Vorstandschef Klaus Rosenfeld. Die Umsätze in diesem Geschäftsfeld seien um sieben Prozent auf 5,015 Milliarden Euro geklettert.

Rüstung und Robotik 

Rosenfeld hatte zuvor angekündigt, die Abhängigkeit vom Zuliefergeschäft für die Automobilindustrie graduell zu reduzieren. Geschäftsfelder wie Rüstung und humanoide Roboter sollen hinzukommen. Das Unternehmen erhofft sich bis 2035 einen Umsatzanteil von zehn Prozent durch solche Unternehmungen. Bereits in Kürze soll ein Zulieferauftrag für den Drohnenhersteller Helsing unter Dach und Fach gebracht werden. Schaeffler will Elektromotoren für Kampfdrohnen beisteuern. 

Das Unternehmen beschäftigt weltweit rund 110.000 Menschen.


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