USA: Chrysler verweigert Rückrufaktion

05.06.2013 17:31 Uhr
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"Das Unternehmen bürgt für die Qualität seiner Fahrzeuge." Konzernchef Sergio Marchionne will in den USA keine Rückrufaktion starten.
© Foto: Chrysler Group

Die Fiat-Tochter will nicht 2,7 Millionen ältere Jeep Grand Cherokee und Jeep Liberty zurückrufen. Die US-Verkehrssicherheitsbehörde habe bei ihrer Analyse eine Reihe von Fehlern gemacht.

Chrysler stellt sich bei einem von der US-Verkehrssicherheitsbehörde geforderten Rückruf quer. Geht es nach den staatlichen Aufsehern von der NHTSA, müsste der Autobauer 2,7 Millionen ältere Jeep Grand Cherokee und Jeep Liberty zurückrufen. Die Behörde sieht bei einem rückwärtigen Auffahrunfall eine Feuergefahr vom Tank ausgehen.

Beim Grand Cherokee geht es um die Modelljahre 1993 bis 2004 und beim kleineren Liberty um 2002 bis 2007. Die Autos seien sicher, teilte der zum italienischen Fiat-Konzern gehörende Hersteller am späten Dienstag (Ortszeit) am Sitz in Auburn Hills nahe Detroit mit. Die Behörde habe bei ihrer Analyse eine Reihe von Fehlern gemacht, lautete der Vorwurf.

"Das Unternehmen bürgt für die Qualität seiner Fahrzeuge", erklärte Konzernchef Sergio Marchionne. Chryslers Standpunkt in der Sache sei eindeutig. Man beabsichtige nicht, die Wagen zurückzurufen.

Dass sich ein Hersteller derart gegen die NHTSA stellt, ist eher selten. Spätestens seit dem millionenfachen Rückruf von Toyota wegen klemmender Gaspedale und rutschender Fußmatten in den Jahren 2009 und 2010 fürchten die Firmen einen Imageschaden. (dpa)

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