Umsatzeinbruch: Schwere Zeiten für Eberspächer

12.05.2009 16:57 Uhr
Im ersten Quartal musste Eberspächer einen Umsatzrückgang von 34 Prozent verkraften.
© Foto: Eberspächer

Im ersten Quartal musste der Esslinger Auspuffspezialist einen Umsatzrückgang von 34 Prozent verkraften. Die Hoffnungen des Unternehmens richten sich jetzt auf künftige weltweit verschärfte Abgasbestimmungen bei Nutzfahrzeugen.

Für den Auspuffspezialisten Eberspächer sind die Zeiten hart. Das Unternehmen musste im ersten Quartal 2009 einen Umsatzrückgang von 34 Prozent verkraften, wie Heinrich Baumann, der Geschäftsführende Gesellschafter, am Dienstag in Esslingen sagte. Schnelle Besserung ist nicht in Sicht: Für das letzte Quartal 2009 und das erste im Jahr 2010 stellt sich Eberspächer derzeit auf ein Minus von 20 bis 25 Prozent ein. "Auf dieser Basis wird es dann wohl ein gemäßigtes Wachstum in den nächsten Jahren geben", sagte Baumann. 2008 war mit einem Umsatz von 2,2 Milliarden Euro und einem Überschuss von 42,9 Millionen Euro noch ein sehr gutes Jahr. Die schlechte Lage des Autozulieferers und Familienunternehmens wirkt sich auch auf die Beschäftigtenzahlen aus. So wurden bislang 910 Stellen abgebaut, davon 420 in Deutschland. Dies waren laut Baumann zwar vor allem Leiharbeiter und befristet Beschäftigte. In Unna (Nordrhein-Westfalen) und Sindelfingen wurde aber auch 116 festen Mitarbeitern betriebsbedingt gekündigt. Ansonsten gibt es an fast allen Standorten der J. Eberspächer GmbH & Co.KG Kurzarbeit. Ende 2008 waren bei Eberspächer 5.575 Menschen beschäftigt. Hoffnung auf verschärfte Abgasbestimmungen bei Nutzfahrzeugen Die Hoffnungen des Unternehmens richten sich jetzt auf künftige weltweit verschärfte Abgasbestimmungen bei Nutzfahrzeugen, aber auch im Off-Highway-Bereich wie bei Baumaschinen, Traktoren oder bei stationären Motoren. Regional gesehen seien die wichtigsten Wachstumsmärkte die BRIC-Staaten (Brasilien, Russland, Indien, China), sagte Baumann. Vor allem in Indien hat Eberspächer sein Engagement mit einem neuen Produktionswerk verstärkt. (dpa)

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