Transparenz-Offensive: So viel verbrauchen PSA-Modelle wirklich

RDE-Messung beim DS3 auf öffentlichen Straßen.
© Foto: Groupe PSA

Die Franzosen preschen in der Autobranche vor und veröffentlichen erstmals die Verbrauchswerte von 30 ihrer wichtigsten Fahrzeuge im Alltagsbetrieb.


Datum:
08.07.2016

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Der PSA-Konzern hält Wort: Der französische Autobauer sorgt für mehr Transparenz beim Käufer und veröffentlicht jetzt erstmals die Verbräuche seiner wichtigsten Modelle im Fahrbetrieb. Die Daten wurden zusammen mit den unabhängigen Nichtregierungsorganisationen Transport & Environment (T&E) und France Nature Environment erhoben, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte.

Getestet wurden nach den Angaben zunächst 30 Pkw und Nutzfahrzeuge der Marken Peugeot, Citroën und DS Automobiles. Den geringsten Unterschied zum Normverbrauch wies dabei der Peugeot 208 1.6l BlueHDi 100 (16-Zoll-Reifen) mit 1,2 Litern auf. Die größte Abweichung lieferte ebenfalls ein Peugeot: Der 3008 1.2l PureTech 130 Stop&Start (17-Zoll-Reifen) genehmigte sich im Alltagsbetrieb 2,7 Liter mehr als auf dem Prüfstand (siehe auch Download unten).

Das von PSA verwendete Testverfahren basiert auf dem EU-Projekt "Real Driving Emissions" (RDE). Die Verbrauchswerte werden dabei mit einem tragbaren Emissionsmessgerät ermittelt, das am Fahrzeug angebracht wird. Gemessen wurde auf öffentlichen Straßen – 25 Kilometer Stadtverkehr, 39 Kilometer außerorts und 31 Kilometer Autobahn – sowie unter echten Fahrbedingungen. Das heißt: Die Wagen waren nicht nur mit eingeschalteter Klimaanlage, Passagieren und Gepäck unterwegs, sondern mussten auch Steigungen und Gefälle bewältigen.

Weitere Schritte folgen

Im Zuge des VW-Abgasskandals hatte PSA im Oktober 2015 Messungen unter echten Fahrbedingungen angekündigt. "Mit dem Ziel, die Kunden immer besser zu informieren, werden wir bis Jahresende die Verbrauchsdaten von zwanzig weiteren Konzernmodellen bekanntgeben", sagte Gilles Le Borgne, Direktor Forschung & Entwicklung.

Ende 2016 werden die Franzosen auf ihren Marken-Webseiten außerdem einen Simulator anbieten, der Kunden bei der Verbrauchsberechnung je nach Fahrweise und Fahrzeugeinsatz helfen soll. Ebenfalls geplant ist eine Spritspar-App. Im kommenden Jahr will das Unternehmen schließlich auch im Realbetrieb gemessene Schadstoffemissionen seiner Fahrzeuge veröffentlichen. (rp)

Weitere Details sind im Pdf-Download abrufbar

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