Betriebsinhaber, die mit Liquiditätsproblemen zu kämpfen haben, wenden sich erfahrungsgemäß zunächst an ihre Hausbank. Doch vor dem Hintergrund der bei vielen Kreditinstituten nach wie vor bestehenden Zurückhaltung bei zusätzlichen Finanzierungswünschen gibt es dort häufig keine ausreichende Hilfe. Dabei müsste die jeweilige Bank oder Sparkasse in vielen Fällen gar nicht angesprochen werden, wenn sich der Unternehmer eigener Vermögenswerte bedienen würde. So besitzt nach Expertenmeinungen durchschnittlich etwa jeder zweite Betriebsinhaber eine oder mehrere Kapitallebensversicherungen mit entsprechenden Rückkaufswerten, die sich als vorübergehende Liquiditätshilfe grundsätzlich eignen. Nach Abstimmung mit dem Steuerberater sollte das jeweilige Versicherungsunternehmen um ein entsprechendes Angebot gebeten werden. In der Regel erfolgt die Kreditvergabe in Höhe des Rückkaufswertes bei meist sehr interessanten Zinssätzen, die je nach Versicherer derzeit bei etwa sechs Prozent pro Jahr liegen. Laufzeit und Rückzahlungsmodalitäten sollten gemäß den individuellen Vorstellungen des Betriebsinhabers mit dem Versicherer besprochen werden. (mv)
Tipp: Policendarlehen als Kreditalternative
Kapitallebensversicherungen eignen sich als vorübergehende Liquiditätshilfe