Teurer Schein: Wenn LED-Leuchten ausfallen

Der Ausfall einer modernen LED-Leuchte am Auto ist meistens teuer.
© Foto: Mercedes-Benz

Die LED-Leuchten haben eine Lebenszeit von rund 15 Jahren. Sind diese defekt, muss ein kompletter Austausch erfolgen - und das kann teuer werden.


Datum:
15.12.2020

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Defekte LED-Leuchten am Auto können ins Geld gehen. Das zeigt eine Recherche des ADAC. Zwar zeichnet LED eine hohe Ausfallssicherheit aus – nach Angaben der meisten Fahrzeughersteller halten LED-Scheinwerfer, -Brems- und Rückleuchten ein Auto-Leben lang. Gerade bei älteren Fahrzeugen steige aber das Risiko für eine teure Reparatur, meint der Automobilclub.

LED-Leuchten sind laut ADAC auf eine Lebenszeit von 15 Jahren ausgelegt, während Autos in Deutschland zum Zeitpunkt ihrer Stilllegung im Schnitt rund 18 Jahre alt sind. Im Falle eines Defekts müssen die LED-Leuchten komplett getauscht werden, der Preis dafür kann schnell in die Tausende gehen. So fallen etwa bei hochwertigen Matrix-LED-Scheinwerfersystemen Kosten von deutlich mehr als 3.000 Euro an.

Reparaturkonzepte für LED-Leuchten gibt es nach ADAC-Angaben in der Regel nicht. Lediglich Reparaturkits für Leuchten-Halter sind verfügbar. Diese können zum Beispiel nach leichten Parkremplern zum Einsatz kommen, sofern die Leuchte und die Abdeckscheibe keinen Schaden genommen haben. Außerdem dürfen LED-Leuchten nur repariert werden, wenn dies in der Typgenehmigung des Scheinwerfers oder der Leuchte angegeben ist. Die meisten Leuchten seien für Reparaturen aber schlicht nicht ausgelegt. Dabei wäre eine Reparatur häufig sinnvoll, etwa dann, wenn nicht die LED-Lichteinheit kaputt geht, sondern die integrierte Steuerelektronik, so der ADAC.

Vor diesem Hintergrund fordert der Automobilclub die Fahrzeughersteller auf, LED-Leuchten zu verwenden, die mindestens auf die echte Lebenszeit eines Fahrzeugs ausgelegt sind. Zudem sollten Reparaturkonzepte entwickelt werden, um erforderliche Reparaturen für den Verbraucher "günstig und nachhaltig" zu gestalten.

Leichte Mängel an LED-Leuchten gefährden zwar nicht unbedingt die Hauptuntersuchung, müssen aber behoben werden. Geht mehr als ein Drittel der LED-Leuchte nicht, wird die Plakette verweigert.

LED-Leuchten sind heute Standard, nur noch wenige Neuwagen werden mit Halogensystemen ausgeliefert. Weil sie mehr Licht auf die Straße bringen und bei Nacht die Sicht des Fahrers verbessern, tragen sie zur Verbesserung der Verkehrssicherheit bei. (ampnet/jri)

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