Mit dem Auslaufen der Abwrackprämie sieht die Commerzbank harte Zeiten für die deutschen Autohäuser anbrechen. Das Unternehmen erwartet 2010 bei den Neuzulassungen in Deutschland ein Minus von 23,4 Prozent auf 2,8 Millionen Wagen. "Wir rechnen damit, dass es nach der künstlichen Absatzförderung jetzt bald zu einer Gegenbewegung kommt", sagte Commerzbank-Analyst Daniel Schwarz laut einer Mitteilung. Der deutsche Neuwagen-Markt sei trotz eines hohen Durchschnittsalters der Autos von 8,1 Jahren durch die Abwrackprämie kurzfristig gesättigt. Dafür spreche auch die hohe Auto-Dichte in der Bundesrepublik: Auf 1.000 Einwohner kommen nach den Angaben 556 Autos. Im laufenden Jahr profitiere die Autobranche in Deutschland hingegen von der staatlichen Umweltprämie. Nach Schätzungen der Commerzbank werden dank der Abwrackprämie knapp 20 Prozent oder 600.000 Fahrzeuge mehr verkauft als 2008. Der Verband der Automobilindustrie (VDA) erwartet nach früheren Angaben für 2009 einem Absatz von 3,5 Millionen Neuwagen in Deutschland. Schwarz sagte, die europäische Automobilbranche dürfte erst in der zweiten Jahreshälfte 2010 "zu normalen Wachstumsraten zurückkehren". Voraussetzung dafür sei allerdings, dass die Wirtschaftskrise bis dahin überwunden ist. Im ersten Halbjahr 2009 war die Zahl der Neuzulassungen um 26 Prozent auf 2,06 Millionen gestiegen. (dpa)
Studie: Autoabsatz schrumpft 2010 um ein Viertel
Die Commerzbank sieht harte Zeiten für die deutschen Autohäuser anbrechen: Nur noch 2,8 Millionen Neuzulassungen seien im kommenden Jahr zu erwarten.