Der Bundesverband Tankstellen und gewerbliche Autowäsche (BTG) hat die abnehmende Bereitschaft der Deutschen zur Fahrzeugpflege beklagt. "Das Auto ist den Deutschen nicht mehr das liebste Kind. Die Leute haben nicht mehr das Geld zum Waschen", wird Geschäftsführerin Sigrid Pook in einem Artikel der "Netzzeitung" zitiert. Der Samstag als "Pflicht-Autowaschtag" sei passé. In konkreten Zahlen ausgedrückt verzeichneten die Tankstellen laut BTG Umsatzrückgänge bei der Autowäsche im vergangenen Jahr von rund 15 Prozent. Einen möglichen Grund dafür nennt das Statistische Bundesamt: Demzufolge hat sich der Preis für die Autowäsche in den ersten zweieinhalb Jahren des Euro (Januar 2002 bis Juni 2004) überdurchschnittlich erhöht. Während in diesem Zeitraum der Preis um 6,4 Prozent gestiegen sei, habe er sich in den zweieinhalb Jahren vor der Euro-Einführung nur um 3,9 Prozent erhöht. Die allgemeine Teuerungsrate betrug seit Euro-Einführung 3,3 Prozent. Der BTG geht für 2004 zudem von etwa fünfprozentigen Einbußen beim Benzinabsatz aus, beim Diesel allerdings von einem dreiprozentigen Plus. Im Gegensatz zu den Freien Tankstellen belasteten Tankstellenpächter, die rund 60 Prozent aller Tankstellen betreiben, hohe Schulden. Seit rund 20 Jahren sei die gezahlte Festprovision von rund 1,5 Cent pro Liter Kraftstoff von den Mineralölkonzernen nicht erhöht worden, während die Pacht stetig steige, sagte Pook der Zeitung. (ng)
Samstag ist kein Autowaschtag mehr
Verband beklagt abnehmende Pflegebereitschaft / Preis für Fahrzeugwäsche überdurchschnittlich gestiegen