Das Kfz-Gewerbe Nordrhein-Westfalen hat nach eigenen Angaben seine Ausbildungsbilanz im Jahresvergleich 2003/2004 gesteigert. Wie Ernst-Robert Nouvertné, Obermeister der Kfz-Innung Solingen, und Wilhelm Winter, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Kfz-Gewerbes NRW, vor Journalisten in Solingen mitteilten, ergebe sich bis Jahresende ein Zuwachs von rund 150 Ausbildungsplätzen im gewerblichen Bereich. Große Resonanz finde der neue Beruf Kfz-Servicemechaniker. Rund 300 junge Menschen würden bis Jahresende die zweijährige Lehre beginnen. Mit diesem neuen Autoberuf seien über 50 Betriebe in NRW gewonnen worden, die erstmals ausbilden, so Winter. "Unsere Ausbildungsbilanz wird zunehmend von mangelhafter Qualifikation der Bewerber und nicht von fehlenden und damit rückläufigen Lehrstellenangeboten unserer Betriebe geprägt", erklärte der Hauptgeschäftsführer. Nouvertné wies in diesem Zusammenhang auf eine Kooperation seiner Innung mit den Berufsschulen hin. Inhalt seien obligatorische Eignungstests in den Berufsschulen vor Ausbildungsbeginn und parallel die Meldung aller Bewerbungen an die Kfz-Innung. Durch diese Eignungstests sei die Zahl der Ausbildungsabbrecher erheblich reduziert worden. Der Obermeister führte eine Untersuchung an, nach denen bei Abbruch der Lehre im zweiten Ausbildungsjahr Bruttokosten von rund 13.000 Euro entstünden. Positiv sei, dass sich die Abbruchquote im Kfz-Gewerbe um acht Prozentpunkte auf unter 25 Prozent verbessert habe. Solingen sei mit dem Konzept eines obligatorischen Eignungstests für alle Bewerber ein Musterbeispiel dafür, wie erhöhte Abbruchquoten vermieden werden können. (ng)
Positive Kfz-Ausbildungsbilanz in NRW
Rund 150 Lehrlinge mehr als vor einem Jahr / Eignungstests reduzieren Abbrecherquote