Laut einer Dataforce-Umfrage, lehnt die überwiegende Mehrheit der Fuhrparkmanager derzeit eine Zusammenarbeit mit freien Werkstätten pauschal ab. Dies meldete die "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (FAZ) in ihrer Wochenendausgabe. Neben den Vorgaben des Leasinggebers hätten bislang in erster Linie Bedenken bei Garantieansprüchen den Gang zu den "Freien" verhindert. Dem Bericht zufolge könnte sich dies jedoch bald ändern. "Theoretisch sind die freien Werkstattketten eine echte Alternative", äußerte Berthold Schäfer, Vorsitzender des Vereins Automobile Konzepte e.V., gegenüber dem Blatt. Der Verein ist ein Zusammenschluss von Fuhrparkbetreibern, der verschiedene Dienstleistungen wie z.B. die Vermittlung von Rabatten, Fahrzeugvergleiche, Werkstattrechnungsprüfungen oder Fuhrparkverwaltung erbringt. Schäfer nannte gegenüber der Zeitung Kosteneinsparungen zwischen 20 und 30 Prozent durchaus realistisch. Das Potential, das sich hinter der Fuhrparkbetreuung verberge, dürfte jedoch zunächst nur von großen freien Werkstattketten organisatorisch zu bewältigen sein, hieß es in dem Artikel. Nur sie könnten mit möglichst vielen Filialen die Werkstatt- und Servicekosten merklich senken. Erste Anzeichen dafür, dass die Hemmschwellen fallen, gäbe es bereits. So biete beispielsweise Sixt seinen Full-Leasing-Nehmern den Service des Werkstattkonzepts Automeister an. Zahlreiche dieser Automeister-Betriebe betreuten schon heute Firmenfuhrparks, so die FAZ weiter. (pp)
Neues Kundenfeld für freie Werkstätten?
Zeitung: Service-Betriebe nehmen Fuhrparks ins Visier / Fuhrparkmanager noch skeptisch