"Milchmädchenrechnungen": Ölindustrie weist Kritik an Benzinpreis zurück

22.01.2010 09:24 Uhr
Knackt der Spritpreis bald wieder die Marke von 1,50 Euro, wie einst im Mai 2008?
© Foto: ddp / Clemens Bilan

Ein Vergleich des Rohölpreises mit dem Tankstellenpreis, wie es der ADAC kürzlich gemacht habe, sei nicht hilfreich, erklärte eine Sprecherin des MWV.

Die Ölindustrie hat Kritik des ADAC an angeblich überhöhten Benzin- und Dieselpreisen zurückgewiesen. Aus Sicht der Autofahrer-Lobbyisten seien die Benzinpreise nie angemessen, sondern immer zu hoch, sagte Karin Retzlaff, Sprecherin des Mineralölwirtschaftsverbandes (MWV), am Donnerstag. Der ADAC hatte in den vergangenen Tagen mehrfach erklärt, die Preise an den Tankstellen seien trotz eines Rückgangs seit Jahresbeginn immer noch überhöht. Angesichts gesunkener Rohölpreise sei jeder Liter Superbenzin im Schnitt vier Cent zu teuer. Der Club stelle "Milchmädchenrechnungen" an, sagte Retzlaff. "Der ADAC weiß es eigentlich besser, aber er bemüht sich eben, die Erwartungen seiner Mitglieder zu erfüllen." Ein ADAC-Sprecher sagte dagegen, aufsummiert zahlten Autofahrer täglich rund 6,8 Millionen Euro zu viel. Damit bestätigte er einen Bericht des Internetportals "Bild.de". "Wir haben es mit täglichen Schwankungen an den Märkten für Rohöl und Ölprodukte und dem Dollarkurs sowie dem Wettbewerb an den Tankstellen zu tun", sagte Retzlaff. Der Vergleich des Rohölpreises mit dem Tankstellenpreis helfe da nicht viel weiter. "Die Autofahrer tanken ja kein Rohöl; die Märkte für Ölprodukte folgen wieder eigenen Gesetzen." Richtig sei aber, dass Rohöl- und Benzinpreise sich tendenziell in die gleiche Richtung bewegen. (dpa)

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KOMMENTARE

M.Silk

27.01.2010 - 13:07 Uhr

"Rohöl- und Benzinpreise sich tendenziell in die gleiche Richtung bewegen" - und das, vor allem, wenn die Preise steigen!


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