Neuer 2,0-Liter-Vierzylinder-Boxermotor von Subaru
Der Trend zu Downsizing und Aufladung verleiht neu entwickelten klassischen Saugmotoren mit gewohnten Hubraumangaben Seltenheitswert. Eine solche Seltenheit kommt von Subaru: Der japanische Hersteller und Spezialist für allradgetriebene Pkw hat einen neuen B4-Ottomotor entwickelt.
Bis zu zehn Prozent weniger Kraftstoffverbrauch und entsprechende Emissionsreduzierung verspricht man sich bei Subaru vom neuen Zweiliter-Ottomotor mit dem internen Kürzel FB20. „Die Entwicklung dieses Motors markierte praktisch den Ausgangspunkt von Subarus künftiger Motorenstrategie, die ganz im Zeichen der globalen Umweltverträglichkeit der neuen Antriebsaggregate steht“, formuliert es eine Mitteilung des deutschen Importeurs mit Sitz in Friedberg. Beim zuerst im Forester des Modelljahrs 2011 eingesetzten Motor handelt es sich um die dritte Generation des nicht aufgeladenen Benziners mit vier Zylindern in Boxer-Bauform und mit zwei Liter Hub-raum. Diese hauptsächlichen Veränderungen unterscheiden die Neuentwicklung vom EJ20 genannten Vorgänger:
um 15 auf 90 Millimeter vergrößerter Kolbenhub
gewichtsreduziertes Laufzeug (Kolben, Pleuel etc.)
kompaktere Brennräume durch ver-kleinerte Ventilwinkel und optimierte Kolbenböden
überarbeitete Ventilgeometrie, dadurch erhöhte Ladungsrotation (Tumbling)
Ventilbetätigung über Rollenkipphebel
variable Steuerzeiten der Einlassventile
optimierte Kapazität und Positionierung der Ansaugresonatoren
gekühlte Abgasrückführung
reibungsreduzierte Ölpumpe
optimierter Kühlmittelkreislauf (neu: parallele Teilkreisläufe für Motorblock und Zylinderkopf)
Ventilantrieb über Steuerkette, dadurch kleinere Nockenwellenräder möglich, was den vergrößerten Kolbenhub kom-pensiert (Beibehaltung der ursprünglichen Motorbreite)
Der neue Boxer beschleunigt den Forester mit Fünf-Gang-Schaltgetriebe in 10,7 Sekunden auf 100 Kilometer pro Stunde, als Höchstgeschwindigkeit gibt der Im- porteur 185 Kilometer pro Stunde an. Die Werte für die Variante mit Vier-Stufen-Wandlerautomatik mit Wandlerüberbrückungskupplung betragen 12,4 Sekunden und ebenfalls 185 Kilometer pro Stunde.
Über den neuen Ottomotor hinaus hat Subaru dem Forester diese weiteren Überarbeitungen zugutekommen lassen:
modifizierte Radaufhängungen
überarbeitete Kühlermaske
aerodynamisch geformte Außenspiegel mit LED-Blinkern (wenn elektrisch einklappbar)
Interieur mit neuen Sitzpolstern, hochwertiger erscheinende Oberflächen am Armaturenbrett, überarbeitete Farbabstimmung
Klimaanlage mit getrennter Regelung links und rechts
neu entworfene Anzeigen mit Metall-einfassungen, Hintergrundbeleuchtung und überarbeiteter Funktionalität
2-DIN-CD-Audiosystem mit Farbbildschirm und vier Lautsprechern oder DVD-Audio-/Navigationssystem mit Farbbildschirm, Bluetooth-Freisprech-einrichtung und sieben Lautsprechern
Der Importeur bezeichnet den Forester als „Urvater der Gattung SUV“ und „bestes Paket für einen aktiven Lebensstil“. pd
Der neue B4-Ottomotor im Subaru Forester
Details
Werte
Bauart/Hubraum (cm3)/Charakter/Einbauposition
B4-Otto/1.995/Langhuber/vorn längs
Ventile/Ventiltrieb/Ventilantrieb
16/DOHC/Steuerkette
Gemischbildung
Saugrohreinspritzung (LH-Jetronic)
Besonderheiten
Kurbelgehäuse und Zylinderkopf aus Aluminium-Legierung,variable Steuerzeiten der Einlassventile
max. Drehmoment (Nm bei min-1)
198 bei 4.200
Höchstleistung (kW bei min-1)
110 bei 6.000
Kraftstoffverbrauch (kombiniert, l/100 km)
7,5
Emission (CO2 in g/km, Stufe)
173, Euro 5
Ölwechselintervall (km, Monate)
15.000, 12
Wartungsintervall (km, Monate)
30.000, 24
▶ Nicht aufgeladener B4-Ottomotor: Ersteinsatz der Neuentwicklung im Forester des Modelljahrs 2011
▶ Getriebeoptionen: 5-Gang-Schaltgetriebe oder 4-Stufen-Automat mit Wandlerüberbrückungskupplung