Kfz-Ersatzteile: Preiserhöhung trotz Mehrwertsteuersenkung

Die Designrechte für sichtbare Ersatzteile liegen beim Hersteller.
© Foto: Daimler

Parkrempler und andere Blechschäden werden immer teurer. Auch, weil die Autohersteller ihre Monopolstellung ausnutzen.

Die Preise für Auto-Ersatzteile wie Scheinwerfer, Kotflügel und Windschutzscheiben sind erneut gestiegen. Gegenüber dem Vorjahr hat der Versicherungs-Dachverband GDV ein Plus von 2,3 Prozent registriert. Der reale Anstieg dürfte noch höher sein, da aktuell noch die temporär gesenkte Mehrwertsteuer für Entlastung sorgt. Rechnet man sie raus, liegt die Teuerung bei fünf Prozent. Damit setzt sich eine langfristige Entwicklung fort: Seit 2013 sind etwa Kofferraumklappen um 50 Prozent teurer geworden, bei Rückleuchten lag der Anstieg bei 56 Prozent.  

Einer der Gründe für die steigenden Kosten bei Verbrauchern und Versicherern ist das Quasi-Monopol der Autohersteller auf sichtbare Ersatzteile. Für diese gilt anders als etwa für Mechanik-Komponenten der sogenannte Designschutz. Das heißt, dass Karosserie-Teile offiziell ausschließlich vom Autohersteller selbst hergestellt werden dürfen. Freie Teilehersteller, die im anderen Ersatzteil-Segmenten deutlich günstigere Angebote haben, sind außen vor. Der Bundestag hat zuletzt eine Änderung der Regel auf den Weg gebracht; sie gilt aber zunächst nur für neue Fahrzeugdesigns. Für bereits eingeführte gibt es einen 25-jährigen Bestandsschutz.  

Bei den Kfz-Versicherern führen die höheren Ersatzteilpreise zu steigenden Reparaturkosten nach Unfällen. Im vergangenen Jahr kostete ein durchschnittlicher Pkw-Sachschaden die Assekuranzen erstmals mehr als 3.000 Euro, fünf Prozent mehr als im Vorjahr. 2013 hatte dieser Wert noch bei 2.400 Euro gelegen. (SP-X)

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