Hohes Sicherheitsrisiko: ADAC warnt deutlich vor zwei Kindersitzen

06.10.2026 09:13 Uhr | Lesezeit: 2 min
Kindersitz
Im Rahmen seines halbjährlichen Kindersitztests warnt der ADAC bereits vor Ergebnisveröffentlichung vor zwei Produkten. Beide Hersteller reagieren umgehend, einer stellt sogar den Verkauf des betroffenen Produktes ein.
©Foto: ADAC/Ralph Wagner

Der ADAC schlägt noch vor der Veröffentlichung seines aktuellen Kindersitztests Alarm: Zwei Modelle fielen bei Crashtests aufgrund gravierender Sicherheitsmängel durch. Ein Hersteller hat den Verkauf des betroffenen Produkts bereits gestoppt und einen Rückruf eingeleitet.

Im Rahmen seines halbjährlichen Kindersitztests warnt der ADAC bereits vor der Ergebnisveröffentlichung am 20. Oktober 2026 vor zwei Produkten. Bei den Untersuchungen haben die Sitze so schlecht abgeschnitten, dass die Tester dabei ein hohes Sicherheitsrisiko sehen. Die Tests führt der Mobilitätsclub gemeinsam mit der Stiftung Warentest und mehreren Partnern in Europa durch.

Gurtschloss des Sitzes hat sich beim Crash geöffnet

Der Britax Römer Baby-Safe Pro mit der Isofix-Station "Vario Base 5Z" zeigt beim Frontalaufprall eine gefährliche Eigenschaft: Ist der Sitz auf die Schlafposition eingestellt, öffnet sich beim Aufprall das Gurtschloss und das Kind wird aus dem Sitz herausgeschleudert. Der ADAC rät betroffenen Eltern, die Babyschale möglichst aufrecht zu verwenden. Als Alternative kann die Schale ohne Vario Base 5Z mit dem Dreipunktgurt des Fahrzeugs befestigt werden. Bei dieser Einbauart hielt das Gurtschloss in den durchgeführten Versuchen sowohl in Sitz- als auch in Liegeposition. Auch auf der Isofix-Basis bot die Babyschale in aufrechter Position einen guten Schutz.

Auch beim Axkid Minikid Core gab es Probleme, wenn er sich in der Liegeposition befindet: Beim Crash entriegelt sich der Stützfuß und das Gurtschloss des Hosenträgergurtes bricht aus der Sitzschale. Zwar wird der Dummy beim Aufprall im Sitz gehalten, allerdings ist das zu erwartende Verletzungsrisiko so hoch, dass das Produkt mit "mangelhaft" bewertet werden muss.

Hersteller reagieren

Beide Hersteller reagieren prompt auf die Testergebnisse. Britax kündigte an, die Ursache für das Problem einzugrenzen und im Anschluss daran über mögliche weitere Maßnahmen wie Austausch, Reparatur, etc. zu informieren. Der Hersteller Axkid hat unterdessen den Minikid Core offiziell zurückgerufen und den Verkauf eingestellt. Besitzer erhalten kostenlos das Modell "Minikid Pro 4" im Austausch. Generell gilt, dass aus den Testergebnissen kein gesetzlicher Anspruch auf Rückgabe oder Umtausch hervorgeht. Dennoch sollten betroffene Eltern mit den Herstellern in Kontakt treten und um Kulanz bitten.

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