Hersteller von Auswuchtgewichten wollen Bleiverbot richtig stellen

29.04.2003 16:34 Uhr

Dionys Hofmann GmbH und Frankenindustrie GmbH kritisieren "unzureichenden Informationsstand von Interessensverbänden"

Die Hersteller von Auswuchtgewichten, die Dionys Hofmann GmbH und die Frankenindustrie GmbH, üben deutliche Kritik an der jüngsten Berichterstattung zum geplanten Bleiverbot für Auswuchtgewichte: Diese sei geprägt gewesen vom "unzureichenden Informationsstand der Verfasser oder von dahinter stehenden Verbänden mit dem Ziel, teure Alternativlösungen zu den bisherigen Blei-Auswuchtgewichten zu verkaufen". Die Richtlinie für die Altautoentsorgung 2000/53/EG verfügt, das Schwermetallverbot in erster Linie über die Automobilindustrie umzusetzen. Demnach beginnt das Verbot für Bleiauswuchtgewichte am 1. Juli dieses Jahres und hat Gültigkeit für alle nach diesem Termin typengeprüften Fahrzeuge. Auch der Ersatz bleifreier Auswuchtgewichte muss "bleifrei" erfolgen: Für Neufahrzeuge wie auch für alte Kfz-Bestände gilt ab dem 1. Juli 2005 dann das allgemeine Bleiverbot für Auswuchtgewichte (s. auch unser Sonderheft "RÄDER & REIFEN Frühjahr 2003", S. 24-27). Als Ersatzstoffe hätten sich die Hersteller für Zinklegierungen entschlossen. "Verschiedene Automobilhersteller werden bereits in den nächsten Monaten mit den neuen Zinkgewichten bestückte Fahrzeuge auf den Markt bringen", hieß es in einer Reaktion auf die nach Meinung der Hersteller verfälschte Berichterstattung. "Im Jahr 2004 wird voraussichtlich der gesamte Automobilbereich auf die Zink-Gewichte umstellen". Grund dafür sei ein günstiges Preis-/Produktverhältnis und einfachere Recycling-Praktiken bei Zinklegierungen, hieß es weiter. Für den Reifenhandel empfehlen die Hersteller, die Gewichte nicht mehr "wie im Wuchtpreis zu verschenken", sondern dem Kunden in Rechnung zu stellen. (tc)

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