Opel-Chef Carl-Peter Forster glaubt nicht länger an schnelle Erfolge bei der Technik der direkten Kraftstoffeinspritzung in Benzinmotoren. In einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur (dpa) sagte er, die Direkteinspritzer hätten nicht im entferntesten gehalten, was man sich am Anfang von ihnen versprach. Weder beim Benzinverbrauch noch beim Abgas seien bisher große Fortschritte im Vergleich zu herkömmlichen Benzinmotoren zu verzeichnen. Die Technik - 1997 vom japanischen Hersteller Mitsubishi 1997 in Großserie eingeführt - sei, so der Manager, noch nicht so ausgereift, dass die einst errechneten Verbrauchsvorteile von rund 20 Prozent auch verwirklicht werden könnten. "Die Techniker kommen jetzt erst so langsam an den Punkt, an dem auch der Kunde echte Vorteile hat." "Zug um Zug neue Akzente setzen" Für Opel kündigte Forster die Einführung dieses Verfahrens im Jahr 2003 an. Auch bei anderen Antriebsaggregaten werde Opel "Zug um Zug neue Akzente setzen", sagte der Manager. Das betreffe die Turbo-Aufladung der Benzinmotoren und die Common-Rail-Einspritztechnik für Dieselmotoren, bei denen Opel einen Rückstand habe und sich in einer "Aufholjagd" befinde. Allerdings könne die GM-Tochter mit ihren Schwerpunkten in der Motorklasse bis zwei Liter Hubraum technisch nicht überall vorne dabei sein. Manche Entwicklungen für große und leistungsstarke Motoren, etwa die variable Ventilsteuerung, seien für kleinere Motoren einfach zu teuer.
Forster: Keine schnellen Erfolge bei Direkteinspritzung
Technik habe "nicht im entferntesten das gehalten, was man sich von ihr versprach"