Je nach Kreditinstitut und Bonität zahlen Betriebsinhaber derzeit etwa zwischen acht und elf Prozent Zinsen für den Kontokorrent- oder Überziehungskredit auf dem Geschäftskonto. Vor allem die während der vergangenen Monate erfolgten Zinserhöhungen der Zentralbanken haben hier zu teilweise erheblichen Verteuerungen geführt. Eine Vielzahl von Werkstattbetreibern zahlt heute rund zwei bis drei Prozent Zinsen mehr als noch vor zwei Jahren. Abhängig von der Höhe der jeweiligen Inanspruchnahme kommen hier schnell Mehrkosten von tausend Euro und mehr zusammen. Es gibt allerdings eine interessante Alternative: so genannte "kurzfristige Geldmarktkredite" werden von Banken derzeit mit Zinssätzen von rund fünf bis sechs Prozent angeboten und eignen sich vor allem dann, wenn der jeweilige Kreditbetrag während des gesamten Zeitraumes in Anspruch genommen wird. Im Gegensatz zum Überziehungskredit sind nämlich teilweise Kreditinanspruchnahmen grundsätzlich nicht möglich. Geldmarktkredite werden mit Laufzeiten von meist bis zu einem Jahr und entsprechenden Verlängerungsmöglichkeiten sowie, je nach Bank, ab 25.000 bzw. 50.000 Euro angeboten. Wichtig ist darüber hinaus eine vertretbare Kreditwürdigkeit des Betriebsinhabers. Ebenfalls grundsätzlich möglich ist eine Aufteilung des bisherigen Überziehungskredites, so dass sich der Gesamtkreditbetrag nicht verändert. Unternehmer, die sich für eine solche Aufteilung interessieren, benötigen dazu in der Regel keine zusätzlichen Sicherheiten. Wichtiger ist die bereits erwähnte Kreditwürdigkeit oder Bonität, an der sich letztlich auch der Zinssatz des Geldmarktkredites orientiert. (mv)
Finanztipp: Kreditalternative am Geldmarkt
"Kurzfristige Geldmarktkredite" gibt es zu Zinssätzen ab fünf Prozent