Deutlichen Handlungsbedarf im Autorecycling sahen Politiker und Industrievertreter auf der VDI-Fachtagung "Kunststoffe im Automobilbau" am 2. und 3. April 2003 in Mannheim. Zwar sei Deutschland auf einem guten Weg, dennoch bereiten große Kunststoffteile, Bleigewichte und die europäischen Nachbarn noch Sorgen. Durchaus strittig blieb auch die Frage, wer den ersten Schritt zur marktfähigen Verwertung der geschredderten Abfälle von großen Kunststoffteilen tun muss. Während Axel Kopp vom Bundesumweltministerium die Demontagebetriebe gefordert sieht, glauben die Industrievertreter die Verwerter in der Pflicht. Das neue Altfahrzeuggesetz, das seit 1. Juli 2003 die Vorgaben der europäischen Richtlinie über Altfahrzeuge aus dem Jahr 2000 umsetzt, sieht ab 2006 Quoten von 80 Prozent stofflicher Verwertung und 85 Prozent Gesamtverwertung vor. Bedauern herrschte auf allen Seiten über die bisher ungleiche Umsetzung der europäischen Richtlinie in den einzelnen Mitgliedsländern, die die deutsche Entsorgungswirtschaft benachteilige. (tc)
Experten sehen Handlungsbedarf beim Autorecycling
VDI-Fachtagung fordert Demontagebetriebe und Verwerter zu mehr Engagement auf