Die Elite pfeift offenbar auf den Zeitgeist. Denn während sich Krethi und Plethi so langsam anfreunden mit der Elektromobilität fremdelt die feine Gesellschaft mit dem Umweg über die Ladesäule. Denn hohe Wertverluste wiegen in der Liga der hoch sechsstelligen Preise deutlich mehr als bei einem Kleinwagen. Während es in einer Familienkutsche vor allem ums Ankommen geht, wird das Fahren im Sportwagen zum Selbstzweck, der beim Elektroantrieb bisweilen unter einem Mangel an Emotionen leidet. Und für viele Sehr-Viel-Besserverdiener ist es außerdem ein Statement von Unabhängigkeit und Eigensinn, dass sie nicht dem Zeitgeist folgen müssen und deshalb bewusst gegen den Trend zur E-Mobilität kaufen.
Auf der anderen Seite bietet der E-Antrieb gerade bei Supersportwagen und Luxuslinern technisch entscheidende Vorteile: Kein anderer Motor entfaltet seine Kraft so explosiv und lässt sich zudem so feinfühlig und flott regeln wie eine E-Maschine, so dass Batterie-Boliden jeden Benziner in Grund und Boden fahren. Und weil der E-Motor zugleich flüsterleise ist sowie die Kraft nahtlos und ohne Schaltunterbrechungen serviert, ermöglicht er einen fast magischen Komfort. In eine entsprechend ausgestattete Luxuslimousine gebettet, wird fahren so zum Beamen und ehe man es sich versieht, hat einen die flüsterleise Technik ans Ziel teleportiert.
Auch wenn der Markt sehr viel langsamer wächst als in den bürgerlichen Segmenten, machen sich diese Eigenschaften durchaus bereits ein paar Hersteller zunutze und bieten der Generation E damit oberklassige Erlebnisse auf der Überholspur und vor dem Grand Hotel. Fünf Beispiele: