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Dieselgate: Geringerer Einbruch als erwartet

Laut Hans Günter Wolf ist aufgrund "Dieselgate" kein relevanter Einbruch bei Diesel-Pkw absehbar.
© Foto: Metzler

Im Rahmen eines Pressegesprächs im Bankhaus Metzler wurden die negativen Auswirkungen des VW-Skandals geringer eingestuft als ursprünglich erwartet.


Datum:
29.01.2016
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Auch in Zukunft werden Dieselfahrzeuge in Europa auf absehbare Zeit eine wichtige Rolle spielen. Das läge unter anderem an den ehrgeizigen Emissionszielen der Europäischen Union, die aus heutiger Sicht für die Automobilwirtschaft nur mit Dieseltechnik zu erreichen sei. "Vergleichbare Automobilskandale in der Vergangenheit deuten auf keinen Absatzeinbruch von Dieselfahrzeugen infolge des VW-Skandals hin" – so das Fazit des M&A-Experten Hans Günter Wolf, Geschäftsführer der B. Metzler GmbH, zu den Auswirkungen von "Dieselgate" auf die Automobil(zuliefer)branche insgesamt bei einem Pressegespräch im Bankhaus Metzler.

Die Metzler M&A-Experten gehen aber auch davon aus, dass sich der Übergang hin zu E-Mobilität und alternativen Antriebstechnologien wie Hybrid, Wasserstoff und Brennstoffzellen beschleunigen werde. Allerdings sei nicht vor 2035 damit zu rechnen, dass sich ein Massenmarkt für Elektroautos herausbilde.

Große Herausforderungen

Die größten Herausforderungen für die Automobilzulieferer liegen nach Einschätzung der Metzler-Experten bei den Zukunftsthemen Digitalisierung, Connectivity und autonomes Fahren. Sie würden für ein komplexeres Aufgabenspektrum und damit steigende Forschungs- und Entwicklungskosten sorgen.

Gleichzeitig würden Einsparungen von VW von ca. drei Milliarden Euro pro Jahr und der Eintritt neuer Wettbewerber aus den Branchen Technologie und Software den Preisdruck erhöhen, so Wolf. Vor diesem Hintergrund falle das Chance-Risiko-Profil für die Automobilzulieferer sehr unterschiedlich aus – wobei es insgesamt mehr Gewinner als Verlierer geben werde.

Nach Einschätzung von Wolf hat "Dieselgate" dazu beigetragen, bestimmte globale Trends zulasten der Automobilzulieferbranche zu verstärken. Beispiele hierfür seien Kostenreduktion auf Seiten der Automobilhersteller zulasten der Zulieferer, kürzere Entwicklungszeiten, zunehmende Kosten für Forschung & Entwicklung sowie wachsende Anforderungen an eine globale Präsenz. Dies dürfte, so der Metzler-Experte, für einen höheren Konsolidierungsdruck unter den Zulieferern sorgen – und in entsprechende M&A-Transaktionen münden.

Technologiegetriebene Akquisitionen

Mehr denn je stünden Zulieferer mit innovativen, zukunftsweisenden Lösungen mehr denn je auf der Wunschliste der Top-20-Marktführer in Deutschland. Besonderes Interesse bestünde vor allen an Unternehmen mit speziellem Know-how in den Bereichen Internet of Things, Elektronik & Komfort, E-Mobilität sowie Emissionsreduktion & Effizienz. (asp)

 

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