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Diesel-Ersatzkraftstoffe: Continental und Audi vorne dabei

Continental als auch Audi arbeiten an Diesel-Ersatzkraftstoffen.
© Foto: Continental

Besonders in der aktuellen Debatte um saubere Diesel-Fahrzeuge und drohende Fahrverbote lohnt sich ein Blick über den Tellerrand zu den sogenannten Ersatzkraftstoffen. Zwei Unternehmen setzen hier auf ähnliche Techniken.


Datum:
07.08.2017
3 Kommentare

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Schummel-Software, Abschaltmechanismen und drohende Fahrverbote: Der Diesel steht aktuell wirklich in keinem guten Licht. Umso besser, dass Continental und Audi bereits erfolgreich an synthetischen Ersatzkraftstoffen für Diesel-Motoren und andere Verbrenner arbeiten. So hat das Technologie-Unternehmen Continental nun erfolgreich seinen "OME"-Kraftstoff (Oxymethylenether) in Versuchsfahrzeugen getestet. Mit einer Beimischung von etwa 15 Prozent des aus in Kraftwerken als Abfall entstehenden Kohlenstoffdioxid hergestellten OME ließe sich die CO2-Emission eines herkömmlichen Diesels um rund acht Gramm pro Kilometer senken.

Der Ersatzkraftstoff bietet dabei noch einen weiteren Vorteil: Er verbrennt nahezu rußfrei. Für einen höheren OME-Anteil in normalen Motoren müsse allerdings deren Reaktionspfad samt aller an der Verbrennung beteiligten Parameter überarbeitet werden, so Continental. Der OME-Kraftstoff sei besonders für den Schwerlast-Verkehr interessant: Hier könne aufgrund der hohen Gewichte nicht in naher Zukunft mit sauberen Elektro-Lösungen gerechnet werden. OME könnte also den Lkw-Verkehr sauberer machen.

Auch Audi arbeitet seit geraumer Zeit an synthetischen Kraftstoffen, den sogenannten "e-fuels". Dabei handelt es sich um Ersatzstoffe für Benzin, Diesel oder Erdgas, die ebenfalls CO2-basiert sind. Diese Art der Herstellung ist umweltfreundlicher als die Treibstoff-Gewinnung aus nachwachsenden Rohstoffen, weil hierbei weniger Aufwand betrieben werden muss und die Herstellung nicht mit dem Anbau von Lebensmitteln konkurriert. Im neuen Audi A4 g-tron kommt beispielsweise das "e-gas" zum Einsatz. Audi lässt das Gas in einem Werk in Niedersachsen aus überschüssigem Ökostrom und Wasser produzieren und speist so viel davon in das europäische Gasnetz ein, wie die g-tron-Fahrer an der Erdgas-Tankstelle in ihre Autos tanken. (sp-x)

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KOMMENTARE


Bernd Junghans

08.08.2017 - 09:57 Uhr

Erdgas ist die Lösung des DieselproblemsIch verstehe bei der ganzen Dieseldiskussion nicht, warum nicht über Erdgas gesprochen wird. Erdgas gibt weniger CO2-Emissionen ab als Diesel oder Benzin, es bringt keine Einschränkungen für den Fahrer, es spart Geld - gegenüber Benzin etwa 50% der Treibstoffkosten. Erdgasautos gibt es in ausgezeichneter Qualität von fast allen Herstellern und in der Perspektive kann das Erdgas (Methan) sogar nachhaltig und CO2-neutral produziert werden (siehe Audi oder Hannover, wo die Erdgasautos mit aus Stroh produziertem Methan fahren).


K.H.Sommerfeld

08.08.2017 - 14:03 Uhr

Hört sich alles gut an,aber für Gas hauten die meisten Motore nicht hin,dazu war es nur um Kraftstoffkosten zu sparen,und nicht wegen der Umwelt.MfGK.H.Sommerfeld


Bernd Junghans

08.08.2017 - 17:01 Uhr

Technische Probleme für den Erdgasbetrieb gibt es heute nicht mehr. Ich fahre seit 12 Jahren einen Mercedes E-Klasse mit Erdgas und hatte noch kein einziges technisches Problem. Auch das früher beschworene Problem, dass man angeblich nicht mit Erdgasautos in Tiefgaragen fahren kann, gibt es nicht. Weder gibt es dafür eine rechtlicher Grundlage, noch gibt es überhaupt ein Problem, da Erdgas leichter als Luft ist, würde es bei einem Leck über die Öffnungen nach oben entweichen.


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