Der Technologiekonzern und weltgrößte Autozulieferer Bosch will sich mit seinem neuen Forschungszentrum für die zunehmenden Herausforderungen durch das Internet wappnen. Bosch-Chef Volkmar Denner sagte am Donnerstag in Renningen (Kreis Böblingen) bei der Grundsteinlegung: "Wir stehen an der Schwelle einer Zeitenwende, möglicherweise sogar einer neuen industriellen Revolution." Zu den Schwerpunkten der Forschung und Entwicklung gehöre mittlerweile auch die Softwareentwicklung für die Vernetzung von Geräten und Systemen.
In das Projekt werden insgesamt 310 Millionen Euro investiert. Die Baukosten belaufen sich den Angaben zufolge auf 217 Millionen Euro und 93 Millionen Euro kosten die Maschinen und die technischen Einrichtungen. Das Gelände wird mit 14 Gebäuden bebaut und soll im fertigen Zustand an den Campus einer Universität erinnern. Ende 2014 sollen die ersten von rund 1.200 Mitarbeitern einziehen.
Bosch meldet an jedem Arbeitstag im Durchschnitt 16 Patente an. In diesem Jahr wird das Stiftungsunternehmen voraussichtlich 4,6 Milliarden Euro für Entwicklung und Forschung ausgeben. Das seien noch einmal 400 Millionen Euro mehr als im Vorjahr. Ende 2012 sind im Unternehmen dann voraussichtlich 41.000 Forscher und Entwickler beschäftigt. (dpa)