Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) wird offenbar im Juli einen konkreten Sicherheitstest für das umstrittene Klimaanlagen-Kältemittel R-1234yf durchführen. Einen entsprechenden Bericht der "Auto-Bild" bestätigte ein Sprecher des Verbands der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK) gegenüber asp-Online. Gleichzeitig dementierte er aber, dass bei der Versuchsreihe auch Fahrzeuge von Toyota unter die Lupe genommen werden, wie die "Auto-Bild" gemeldet hatte. Neben Toyota werden in dem Bericht noch die Fabrikate Opel, Mercedes-Benz, Hyundai und Subaru genannt. Ein KBA-Sprecher war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.
Laut Bericht soll es ein zweistufiges Testverfahren geben, bei dem das KBA zunächst ermittelt, an welchen Stellen die Klimaanlage des jeweiligen Modells bei Unfällen beschädigt wird. "Im zweiten Schritt präparieren die Tester die Klimaanlage eines Wagens gleichen Typs mit diesen Defekten", schreibt die Wochenzeitung. Dann werde anhand verschiedener Fahrprofile ermittelt, wie groß die Brandwahrscheinlichkeit sei.
Zu Details des Testprozederes und vor allem zur Akzeptanz des Ablaufs gibt es noch keine Informationen. Bekanntlich konnte in der Vereinigung der Automobilingenieure (SAE) über die Art und Weise der Sicherheitstests keine Einigung erzielt werden (wir berichteten). Auch die vom Verband der Automobilindustrie (VDA) in der Vergangenheit durchgeführten Tests sind nach asp-Informationen unter den Mitgliedern äußerst umstritten. Ob und wie der VDA in die nun anstehenden KBA-Tests involviert ist, ließ ein Sprecher des Verbands auf Anfrage offen. Der VDIK-Sprecher erklärte, sein Verband sei bei den Tests nicht beteiligt. (ng)