Autozulieferer: Leoni rutscht tiefer in die roten Zahlen

Eine präzise Prognose für das laufende Geschäftsjahr traut sich Leoni wegen der anhaltenden Unsicherheiten durch die Corona-Krise weiter nicht zu.
© Foto: Leoni

Der Kabel- und Bordnetzspezialist steckt weiterhin in der Krise. Nachdem das Unternehmen bereits im Vorjahr einen operativen Verlust im zweiten Quartal hinnehmen musste, fällt das Minus dieses Jahr noch deutlicher aus.

Die Folgen der Corona-Krise haben den ohnehin angeschlagenen Autozulieferer Leoni im zweiten Quartal schwer belastet. Unter dem Strich stand ein Fehlbetrag von 123 Millionen Euro, wie der im Nebenwerteindex SDax notierte Kabel- und Bordnetzspezialist am Mittwoch in Nürnberg mitteilte. Leoni hatte bereits im ersten Quartal und auch im Vorjahreszeitraum rote Zahlen geschrieben. Das Minus fiel nun nochmals erheblich größer aus. Schon im vergangenen Jahr litt der mitten im Umbau steckende Autozulieferer unter der mauen Autokonjunktur, nun kommt auch noch die Pandemie hinzu.

Während der Umsatz um fast die Hälfte auf 673 Millionen Euro absackte, verzeichnete Leoni auch operativ einen weiteren Verlust. Das um Sondereffekte und Umbaukosten bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (bereinigtes Ebit) lag bei minus 96 Millionen Euro und fiel damit noch deutlich schlechter aus als im Vorjahr, als Leoni bereits ein Minus von 14 Millionen Euro verzeichnet hatte.

Konzernchef Aldo Kamper verwies darauf, dass der weitere Jahresverlauf "extrem herausfordernd" bleiben werde. Eine präzise Prognose für das laufende Geschäftsjahr traut sich das Unternehmen wegen der anhaltenden Unsicherheiten durch die Corona-Krise weiter nicht zu. (dpa)

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