Der ADAC hat im vergangenen Jahr weniger Gewinn gemacht als 2009. Vor allem die Ausgaben für Leistungen rund um die Mitgliedschaft drückten den Überschuss über alle seine Organisationen auf 133 Millionen Euro, nachdem 2009 noch 174 Millionen Euro zusammengekommen waren, wie der größte deutsche Automobilclub am Dienstag in München mitteilte. Der Umsatz des gesamten ADAC wuchs im vergangenen Jahr von 1,7 auf 1,8 Milliarden Euro. Bundesweit beschäftigte der ADAC knapp 8.400 Mitarbeiter. Die Höhe der Beiträge will der Club trotz der höheren Kosten unangetastet lassen, sagte ADAC-Präsident Peter Meyer. "Die letzte Beitragserhöhung erfolgte, nebenbei bemerkt, im Jahr 2004." Stattdessen fordert der ADAC den Staat auf, die Autofahrer finanziell zu entlasten. So sollte etwa die Pendlerpauschale wieder auf den Stand von 2003, also auf 36 Cent für die ersten zehn Kilometer und 40 Cent für die übrigen Kilometer angehoben werden, sagte Meyer. Auch sollte die Politik Überlegungen für eine PKW-Maut wieder in die Schubladen stecken. Die Zahl der ADAC-Mitglieder erreichte im vergangenen Jahr wieder einen Rekordwert - inzwischen sind 17,28 Millionen Menschen im damit zweitgrößten Autofahrerclub der Welt eingeschrieben. Rein rechnerisch habe der Club damit im vergangenen Jahr jede Minute ein neues Mitglied aufgenommen. "Für das laufende Jahr rechnen wir mit einem Nettozuwachs von 412.000 und einem Endbestand von rund 17,7 Millionen Mitgliedern", sagte Meyer. (dpa)
ADAC: Mehr Mitglieder, weniger Gewinn
Jede Minute ein neues Mitglied – der Club ist 2010 kräftig gewachsen. Doch die vielen neuen Kunden bringen nicht nur Geld, sie kosten auch und drücken damit den Gewinn.