Trotz guter Scheinwerfer haben viele Autos ein schlechtes Licht. Der Grund liegt laut Lichtspezialist Hella häufig darin, dass Werkstätten die Hell-Dunkel-Grenze zu tief einstellen. Dadurch werde die Ausleuchtung der Straße schlechter und die Sichtweite für den Fahrer verringert. "Bei einer korrekten Einstellung schließt die Hell-Dunkel-Grenze genau mit der Soll-Linie im Einstellgerät ab", sagt Carsten Aring, bei Hella verantwortlich für Lichttechnik. Moderne Scheinwerfer mit Leuchtweitenregulierung bräuchten keine Reserve in Form einer tieferen Positionierung mehr. An die Werkstätten appelliert Aring, das Leistungsniveau des Lichts durch eine sorgfältige Scheinwerfereinstellung zu erhalten. Vernachlässigt werde dabei oft die vertikale Einstellung. Vielfach würde der asymmetrische Teil des Abblendlichts nicht wie gewünscht die rechte Straßenseite sondern den Straßenrand ausleuchten. Dabei gehe selbst bei einer korrekten Hell-Dunkel-Grenze ein beträchtlicher Teil der Sichtweite verloren. Umgekehrt führe eine zu starke Ausrichtung nach links zur Blendung des Gegenverkehrs. Eine häufige Ursache für die fehlerhafte Scheinwerfereinstellung sei die falsche Position des Einstellgeräts. Vorteilhaft seien etwa Laserpositionierhilfen, die sicherstellen, dass das Gerät exakt auf die Glühlampe oder eine Markierung auf der Streuscheibe ausgerichtet ist. Weitere wichtige Faktoren für eine optimale Lichtverteilung seien eine ebene Standfläche für Auto und Einstellgerät, der korrekte Luftdruck und ein unbeladener Kofferraum. (ab)
Hella gibt Tipps zur Scheinwerfer-Justierung
"Vertikale Einstellung nicht vernachlässigen"