Nissan IMx: In eine autonome Zukunft

Nissan stellt auf der Tokyo Motor Show seine Zukunftsvision vom autonomen Fahren in einem SUV vor: Den IMx Concept.
© Foto: Nissan

Nissans Tokio-Studie bietet drei Trends in einem Auto: Elektromobilität, SUV und autonomes Fahren.

Mit dem IMx Concept feiert Nissan auf der Tokyo Motor Show (noch bis 5. September 2017) die Weltpremiere einer Zukunftsvision. Das elektrische Crossover-Konzeptfahrzeug bietet vollautonome Fahrfunktionen und eine Reichweite von mehr als 600 Kilometern mit nur einer Batterieladung. Die Elektromotoren an Vorder- und Hinterachse entwickeln gemeinsam eine Systemleistung von 320 kW / 435 PS sowie ein Drehmoment von 700 Newtonmetern.

Der große Bruder des Nissan Leaf verzichtet auf kernige Offroad-Elemente und kommt stattdessen betont windschlüpfig daher. Dass das für 2019 erwartete Serienmodell in einer ähnlichen Leistungsklasse unterwegs ist, darf bezweifelt werden. Eher dürfte es sich am gerade neu aufgelegten Kompaktmodell Leaf mit seinem 110 kW / 150 PS orientieren, von dem wohl auch noch weitere Teile der Technik inklusive des Akkus übernommen werden.

Faltbares Lenkrad

Ebenfalls in beiden E-Modellen zu finden sein dürften die von Nissan für 2018 angekündigten autonomen Fahrfunktionen. Auch die Tokio-Studie ist auf automatisiertes Fahren ausgelegt. Das Herzstück des Nissan IMx bildet eine künftige Version des Pro-Pilot-Systems. Sobald es aktiviert wird, faltet sich das Lenkrad hinter das Armaturenbrett und die Sitze fahren zurück. Der Fahrer genießt mehr Freiraum und kann sich entspannen. Im manuellen Fahrmodus kehren Lenkrad und Sitze in ihre ursprüngliche Position zurück, der Fahrer übernimmt wieder die volle Kontrolle.

Die selbstständige Parkplatzsuche, das Wiedervorfahren beim Besitzer und die Einspeisung von Strom in lokale Netze sind weitere Visionen des Konzepts. Dank künstlicher Intelligenz kann der Fahrer alle Instrumente über Augenbewegungen und Handgesten steuern. Das reduziert die Zahl physischer Steuerungselemente und Bedienknöpfe.

Deutlich näher an der Gegenwart ist der Soundgenerator "Canto", den Nissan mit dem IMx vorstellt und den alle Elektrofahrzeuge der Marke bekommen sollen, um Fußgänger auf sich aufmerksam zu machen und zu warnen. Canto leitet sich vom lateinischen "Ich singe" ab und ist bei Geschwindigkeiten bis maximal 30 km/h aktiv (je nach Markt). Der Klang variiert in Tonlage und -höhe – je nachdem, ob das Fahrzeug beschleunigt, abbremst oder rückwärts fährt. (sp-x/ampnet/jri)

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