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Fahrbericht Toyota Land Cruiser 250: Zurück in die Zukunft

12.04.2024 06:00 Uhr | Lesezeit: 3 min
Auch in der neuen Generation bleibt der Toyota Land Cruiser ein Arbeitstier mit großen Offroad-Qualitäten.
© Foto: Toyota

Mit dem neuen Land Cruiser besinnt sich Toyota auf die Modellgeschichte seines legendären Offroaders – zumindest optisch. Doch auch sonst weiß der japanische Geländewagen sehr zu gefallen.

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Es gibt nur wenige Geländewagenhersteller, die auf eine jahrzehntelange Tradition zurückblicken können: in Amerika die Marke Jeep, in England Land Rover und in Japan schreibt Toyota die längste Allrad-Geschichte. Seit 1951 gibt es dort den Land Cruiser. Das Modell gilt als der meistverkaufte Geländewagen der Welt. Aus heutiger Sicht reiften zur Ikone besonders die Typen aus den 70er- und 80-Jahren. Sie gelten in der Szene als cool, kantig und kultig.

Genau daran orientierten sich die Designer bei der neuen Generation des Land Cruiser. Motto: Zurück zu den Wurzeln. Der knapp fünf Meter große Geländewagen wirkt zwar hochmodern und gut proportioniert, trägt dennoch ein paar Retro-Elemente, die ihn ein wenig an seine historischen Vorgänger erinnern lassen. Allein dieser optische Auftritt dürfte viele neue Kunden zur Marke bringen, die zuvor bei einem Lifestyle-Geländewagen als Letztes an einen Land Cruiser gedacht haben. In der japanischen Konzernzentrale ist man entsprechend zuversichtlich, spricht von einem jährlichen Produktionsvolumen von rund 180.000 Fahrzeugen.

Einmal rund, einmal eckig

Geben wird es den Land Cruiser 250, so die offizielle Bezeichnung, in zwei unterschiedlichen Designs, einmal mit eckigen und einmal mit runden Scheinwerfern. Wer allerdings letzteren Retro-Look bevorzugt, kommt leider zu spät. Die limitierte "First Edition" von 3.000 Einheiten ist bereits ausverkauft (300 davon sollen nach Deutschland kommen). Und dies, obwohl es noch nicht einmal einen Preis gibt. Allein daran lässt sich ermessen, wie gut den Toyota-Leuten ihr neuer Geländewagen optisch gelungen ist.

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Dass unter dem Blech grundsolide Technik steckt, sollte besonders von diesem Hersteller erwartet werden. Schließlich hat der Land Cruiser hat einen Ruf zu verteidigen. Er steht für Langlebigkeit, er ist ein Arbeitstier mit exzellenten Offroad-Qualitäten und spielt nicht den Schicki-Micki-SUV für den Boulevard. Dass aufgrund seines coolen Designs der eine oder andere Kunde mit ihm jetzt dort aufkreuzen wird, dürfte in der Marketingabteilung bei Toyota sicher nicht auf Missfallen stoßen.


Toyota Land Cruiser 250 (Fahrbericht)

Toyota Land Cruiser 250 Bildergalerie

Nur ein Diesel im Angebot

Auf der Antriebsseite ändert sich beim neuen Land Cruiser wenig. Die Wahl der Motorisierung fällt sehr leicht. Es gibt erneut nur den 2,8-Liter-Diesel. Angepasst an die jüngsten Abgasgesetzen leistet der Vierzylinder wie im Vorgänger 150 kW / 204 PS und 500 Newtonmeter an Drehmoment. Das mag sich nicht sonderlich nach Power im Überfluss anhören, zumal der Land Cruiser rund 2,3 Tonnen auf die Waage bringt. Doch im realen Leben überrascht der japanische Brocken mit souveräner Kraftentfaltung, ruhigem Lauf und, bedingt durch die neue Achtgang-Automatik (zuvor sechs Gänge), geschmeidigem Schaltverhalten. Motor und Auto passen angenehm gut zusammen. Im kommenden Jahr soll es den Diesel alternativ mit einem 48-Volt-Mildhybrid-System geben. Dies dürfte den Verbrauch reduzieren und die Durchzugskraft erhöhen.

Gewöhnungsbedürftig sind die Abmessungen des Land Cruiser 250. Innenstädte und Parkhäuser zählen nicht zu seinen Lieblingsrevieren. Mehr Spaß macht da schon mal ein Ausflug ins Gelände. Bei aller Lifestyle-Orientierung, die sein Design mit sich bringt, Offroad-Qualitäten kostet das Outfit nicht. Im Gegenteil, ausgestattet mit allerlei Sperren, Untersetzung, elektronischen Hilfen wie Crawl Control und abkoppelbaren Front-Stabilisator lässt es sich mit dem Land Cruiser auch in schwerem Geläuf wunderbar zurechtkommen. Ob tiefer Schlamm oder dickes Geröll, meist ist es der eigene Mut, der einen verlässt, die betreffende Passage unter die Räder zu nehmen. Den Land Cruiser juckt so etwas kaum.


Toyota Land Cruiser (2024)

Toyota Land Cruiser (2023) Bildergalerie

Großteil der Bedienung läuft noch analog

Im Cockpit geht es auf dem ersten Blick digital und modern zu. Dafür sorgen in erster Linie die virtuellen Anzeigen hinter dem Lenkrad und der große Bildschirm in der Mitte des Armaturenbrettes. Doch ein Großteil der Bedienung läuft noch über klassische Kippschalter und Tasten (Hard Keys). Hierzu zählen hauptsächlich die Klimatisierung inklusive Sitzheizung und -belüftung sowie die diversen Fahrmodi-Einstellungen. Man ist schnell mit allem vertraut und kann die hohe Sitzposition und die damit verbundene gute Übersicht genießen. Der Land Cruiser vermittelt eine ungeheure Souveränität.

Auf was die Platzangebot und Kofferraum angehen, überzeugt der Japaner. Bis zu sieben Personen finden im Land Cruiser 250 Platz. Sind die gefalteten Rücksitze in der zweiten Reihe nach vorne geklappt und die beiden Einzelsitze in Reihe drei flach im Boden versenkt, entsteht eine riesige Ladefläche, größer als im Vorgängermodell. Gut auch, dass Toyota von ihm die Hecktür nicht übernommen hat, sondern zur Heckklappe wechselt. Sie ist elektrisch zu betätigen und hat sogar ein separat öffnendes Glasfenster.

Genaue Preise gibt Toyota erst ab Mai bekannt, wenn der Land Cruiser 250 bestellt werden kann. Hinter vorgehaltener Hand heißt es jedoch, der Einstieg werde auf jeden Fall bei unter 70.000 Euro beginnen.


Toyota Land Cruiser Se

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