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Fahrbericht Suzuki S-Cross: Weniger Name – mehr Auto

Suzuki hat den SX-4 frisch gemacht.
© Foto: Suzuki

Suzuki gilt als Allrad-Spezialist und nimmt dies ernst: Auch den überarbeiteten S-Cross wird es daher wieder mit 4WD geben. Veränderung ist dagegen bei Optik, Assistenz und Preisen angesagt – das SUV wird deutlich teurer.


Datum:
30.03.2022
Autor:
Peter Eck/SP-X
Lesezeit: 
5 min
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Suzuki hat sich sein Modell SX4 S-Cross zur Brust genommen und schickt es optisch und technisch überarbeitet in den hartumkämpfen SUV-Kompaktmarkt. Verloren hat der Japaner dabei den ersten Teil seines Namens, S-Cross muss jetzt als Bezeichnung reichen. Während antriebsseitig vorerst nur ein Benzinmotor mit 1,4 Liter Hubraum und 95 kW / 129 PS Leistung angeboten wird, lässt Suzuki anders als viele Wettbewerber dem Kunden weiterhin die Wahl zwischen Front- und Allradantrieb sowie Handschalt- oder Automatikgetriebe. Die Preise starten bei 29.290 Euro (Comfort) beziehungsweise 36.040 Euro für die Allrad-Version Comfort+ mit Sechsstufen-Automat.

Bei der Gestaltung des 4,30 Meter langen Fünftürers nimmt Suzuki stärker als bisher Anleihen an seine Offroad-Tradition. Heißt: Der S-Cross ist nun mehr SUV als Crossover, der Kühlergrill deutlich größer, die Heckleuchten markanter und die Motorhaube nicht mehr so stark abfallend, was für einen insgesamt selbstbewussteren Auftritt sorgt. Die Abmessungen sind im Vergleich zum Vorgänger aber unverändert geblieben, auch der Radstand von 2,60 Meter. Somit bleibt auch das Raumangebot gleich, was zumindest zwei Erwachsenen auf der Rückbank erträgliche Platzverhältnisse beschert. Das Ladevolumen beträgt 430 Liter und lässt sich durch Umlegen der Rücksitze und bei dachhoher Beladung auf bis zu 1.230 Liter erweitern.

Im Innenraum sind die Veränderungen gering ausgefallen. Wichtigste Neuerung ist das große, freistehende Mittendisplay, das mit neun Zoll nicht nur größer ausfällt, sondern auch leichter ablesbar ist. Das gilt auch für die neue Grafik der klassischen Analoginstrumente. Ansonsten bleiben die Bedieneinheiten unverändert. Mehr Neues ist von den Assistenzsystemen und Komfortfunktionen zu berichten. Suzuki bietet hier von der Müdigkeitserkennung über einen adaptiven Tempomaten bis hin zu Toter-Winkel-Warnung, Ausparkassistent und Verkehrszeichenerkennung alles, was man in dieser Klasse erwarten darf – und dies serienmäßig. Nur die 360-Grad-Kamera ist der höheren Ausstattungsversion "Comfort+" vorbehalten.


Suzuki S-Cross (2022)

Bildergalerie

Wie erwähnt steht im Moment nur eine Motorisierung zur Verfügung. Der 1,4-Liter-Turbobenziner ist ein Mild-Hybrid mit Startergenerator und 48-Volt-Technik. Der den Verbrenner unterstützende E-Motor leistet 10 kW / 14 PS und hilft vor allem beim Anfahren und Beschleunigen. Wer Allrad ordert, erhält das bekannte Allgrip-Select-System mit vier Fahrprogrammen (Auto, Sport, Snow und Lock).

In der Praxis bedeutet das ein munteres Fortkommen mit dem 1,3 Tonnen schweren Fahrzeug. Der S-Cross beschleunigt in allen Versionen in angemessenen 9,5 Sekunden (10,2 Automatik) von Null auf Hundert und bis auf 195 km/h. Schneller will man mit dem fahrwerksseitig eher auf gemütlich getrimmten, aber auch etwas harsch abrollenden Japaner auch gar nicht unterwegs sein. Das Automatikgetriebe schaltet passend dazu zwar stets richtig, aber nicht sehr schnell. Der Kraftstoffverbrauch liegt nach Norm bei 5,3 Liter für die handgeschaltete Version mit Frontantrieb, mit Automatik ist es ein halber Liter mehr. Die von uns gefahrene Version mit Allrad und Automatik benötigt offiziell schon 6,1 Liter.

Los geht es bei 29.300 Euro 

Verändert hat sich auch die Preisgestaltung. Noch letztes Jahr konnte man den 1,4-Liter mit gleicher Leistung ab knapp über 24.500 Euro bestellen. Jetzt geht es, mit gleichem Motor und mehr Ausstattung, erst bei knapp 29.300 Euro los, die Automatik kostet 1.500 Euro Aufpreis und die Allradversion kommt inklusive Automatik und kompletter Ausstattung sogar auf über 36.000 Euro. 

Das ist nicht wenig Geld für ein Kompakt-SUV, allerdings ragt der Suzuki preislich damit auch nicht nach oben aus dem Wettbewerb raus. Gerade die teure Allradversion wird in speziellen, etwa vom Schnee regelmäßig heimgesuchten Regionen für nicht wenige Autofahrer von Interesse sein, gibt es doch in dieser Klasse sonst häufig nur SUV-Optik mit Frontantrieb zu kaufen. Ein besonders günstiges Angebot ist der überarbeitete S-Cross allerdings nun nicht mehr. Noch etwas teurer dürfte die für die zweite Jahreshälfte angekündigte Vollhybrid-Variante werden, bei dem ein 1,5-Liter-Benziner und ein E-Motor für eine Systemleistung von 85 kW / 115 PS sorgen werden und der kurzzeitig auch rein elektrisches Fahren ermöglicht.

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