Freitag, 13.12.2019
Verkehrsblatt IVW
02.10.2019

¬ Audi RS Q3 und RS Q3 Sportback

Power im Doppelpack

Kernelement des Audi RS Q3 ist sein 2,5-Liter-Fünfzylinder-Turbo.
© Foto: Audi

Von Michael Specht/SP-X

Wer den RS Q3 im Rückspiegel sieht, kann ihn sofort als Audis stärkstes Kompakt-SUV entlarven. Mehr als die halbe Front besteht aus dem wabenförmigen Grill-Gitter. Vier Öffnungen sind es insgesamt. Zudem hat der Single-Frame keinen Chromrahmen mehr, und zwischen Grill und Haube verläuft dieser markante Schlitz. Er soll an die alten Rallye-Quattro-Zeiten erinnern. Und exklusiv für die RS-Version wurden die boomerangförmigen seitlichen Blades konstruiert. Wer sportlich ist, soll auch sportlich aussehen.

Ans Blech wie beim RS6 und RS7 gingen die Audianer dem RS Q3 allerdings nicht. Es wäre ein zu teurer Eingriff in die Karosserie, da die Werkzeugpressen viele Millionen Euro kosten und somit den gesamten Business-Case des Performance-SUV gefährden würden. Zudem sieht Audi keinen Grund dafür, auch so verfügen die beiden Modelle über genügend optische Dynamik. Es bleibt daher bei Änderungen von Anbauteilen wie Front- und Heckschürze, unter der ein Diffusor mit zwei dicken ovalen Endrohren hervorlugt. Dem Überholenden soll schließlich gezeigt werden, wer soeben an ihm vorbeigezogen ist. Akustisch recht laut untermalt von der optional verfügbaren Sportauspuffanlage mit schwarzen Blenden.

Kernelement des RS Q3 ist natürlich der Fünfzylinder-Turbo – einmalig auf der Welt. Für das 2,5-Liter-Aggregat erhielt Audi bereits neunmal die Auszeichnung "International Engine of the Year". In den beiden Modellen, im RS Q3 und im RS Q3 Sportback, leistet der Motor nun 294 kW, umgerechnet also glatte 400 PS, und schickt ein Drehmoment von bis zu 480 Newtonmeter ins Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe, bei Audi S tronic genannt. Gegenüber dem Vorgängermotor haben die Ingenieure nicht nur 17 Prozent mehr an Leistung herausgeholt, sondern dem Fünfzylinder auch 26 Kilogramm an Gewicht abgerungen. Das Kurbelgehäuse besteht jetzt aus Aluminium, was allein 18 Kilogramm brachte.

Für den Sprint von null auf 100 km/h verspricht das Werk 4,5 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit ist elektronische auf 250 km/h limitiert. Als Sonderregelung bietet Audi eine Spitze von 280 km/h an.

Dass die RS-Modelle quasi stellvertretend für Quattro-Allradantrieb stehen, versteht sich von selbst. An der Hinterachse kommt als Kupplung eine neue Haldex-Generation zum Einsatz. Die Allrad-Software wurde in Richtung Übersteuern ausgelegt, was für mehr Fahrspaß in Kurven sorgen soll. Zusätzlich gibt es bis zu sechs verschiedene Fahrmodi, von supersportlich bis öko-effizient. Zwei davon heißen RS1 und RS2. Beide lassen sich individuell konfigurieren, abspeichern und später in Sekundenschnelle über die Lenkradtaste "RS-Mode" abrufen – falls der Weg nach Hause einmal über die Nordschleife des Nürburgrings gehen sollte. Der hohen Leistung wurden natürlich die Bremsen angepasst. Auf Wunsch bietet Audi für die Vorderräder – Felgen erstmals bis 21 Zoll Durchmesser – sogar Keramik-Bremsscheiben an – ebenfalls ein Debüt beim RS Q3.

Schaltblitz-Darstellung fürs Hochschalten

Im Innenraum trimmten die Spezialisten von Audi Sport das Cockpit gezielt in Richtung Vorlieben der RS-Kundschaft. So gibt es zum Beispiel das optional erhältliche Virtual Cockpit Plus mit Schaltblitz-Darstellung. Erreicht der Motor beim Beschleunigen seine Höchstdrehzahl, blitzt es im Display auf und der Fahrer wird zum Hochschalten aufgefordert. Motto: Race-Track-Feeling für die Straße. Zudem werden Drehmoment, Leistung, Rundenzeiten und Fliehkräfte in den Kurven angezeigt. Auch eine Sprintmessung ist möglich. Rennfahrerherz, was willst du mehr? Zum Beispiel coole Sitze in Leder/Alcantara mit RS-Prägung in den Lehnen und Waben-Steppung inklusive Kontrastnähte. Oder Dekoreinlagen in Aluminium Race oder Carbon. Oder die exklusiven Außenfarben Kyalamigrün und Nardograu. All das ist für den RS Q3 gegen gutes Geld möglich. Preislich startet der RS Q3 bei 63.500 Euro, der Sportback kostet 65.000 Euro. Die ersten Auslieferungen beginnen Anfang 2020.

 
 

Copyright © 1999 - 2019 by AUTO SERVICE PRAXIS Online (Foto: Audi)

 


 
Zurück Artikel drucken Kommentar abgeben Heft-Abo
 
 
 

Kommentar verfassen

Schon gelesen? Die Top-Nachrichten

13.12.2019

¬ Studie

Shell Infografik

Shell weiterhin führender Schmierstofflieferant

Der Ölkonzern ist laut einer Studie von Kline & Company zum dreizehnten Jahr infolge der weltweit führende Lieferant für Schmierstoffe. ¬ mehr

Ford Mustang Mach-E

Elektrisch in fast allen Varianten

Ford hat zwar langjährige Erfahrung mit Hybridmodellen, vernachlässigte aber die reinen Elektroautos und Plug-in-Hybride. Das soll sich ab dem kommenden Jahr ändern. Die Kölner Autobauer legen den Schalter um – in fast jedem Segment. ¬ mehr

12.12.2019

¬ Neuron EV Torq

Neuron EV Torq

Konkurrenz für Teslas E-Truck

Elektrische Lkw könnten den Schadstoffausstoß im Straßengüterverkehr senken. Ein kalifornisches Start-up hat nun ein Fahrzeug vorgestellt. ¬ mehr

zum 7-Tage Rückblick

Modellplaner 2019

Der Modellplaner unserer Kollegen von "Autoflotte" bietet Ihnen alle Neuheiten, Facelifts und neuen Motorisierungen auf einen Blick! ¬ mehr

Newsletter

Immer gut informiert.

Der asp Newsletter informiert Sie werktäglich über die aktuellen Branchen-Geschehnisse. So erfahren Sie alle relevanten Infos. Jetzt kostenlos bestellen und immer top informiert sein!

Spezial

R-1234yf

R-1234yf

Chronologie der Diskussion um das neue Klimaanlagen-Kältemittel. ¬ zur Spezialseite

Rückrufdatenbank

Aktionen der Automobilhersteller und Importeure seit 2001,
sortierbar nach Marken und Zeitraum.
¬ Zur Übersicht

Branchenrecht


Werkstattkatalog

asp_wki_box_60x60

Alles für die Werkstatt!

Einmalig umfangreicher
Überblick zum Angebot der Werkstattausrüster.

¬ Zum Werkstattkatalog