ZDK-Wahlen: Erneuter Schulterschluss der norddeutschen Kfz-Verbände

Die Kfz-Landesverbände aus Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein haben sich langfristig auf eine Fortsetzung der norddeutschen Kooperation im ZDK verständigt.
© Foto: ProMotor

Bei den ZDK-Vorstandswahlen im Herbst treten die Landesverbände Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein wieder mit gemeinsamen Kandidaten an.


Datum:
26.06.2020

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Die Kfz-Landesverbände aus Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein wollen sich wieder gemeinsam im Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) positionieren. "Die Bündelung der norddeutschen Kräfte hat bereits Tradition", sagte Nina Eskildsen, Präsidentin des Kfz-Gewerbens Schleswig-Holstein, am Donnerstag. Deshalb würden die drei Landesverbände wieder mit gemeinsamen Kandidaten zur ZDK-Vorstandswahl am 27. Oktober antreten.

Zurzeit werden sie im ZDK durch Arne Joswig (Vorstandsmitglied und Vorsitzender des Ausschusses Öffentlichkeitsarbeit) und Stefan Vorbeck (Vorstandsmitglied und Vorsitzender der Fachgruppe Freie Werkstätten) vertreten. Man hoffe, dass das Gespann auch ab Oktober die norddeutschen Interessen im Zentralverband wahrnehmen werde.

Die Kooperation ist aus verschiedenen Gründen sinnvoll. Die norddeutschen Verbände sind eher kleinere Organisation, die einzeln nicht im ZDK-Vorstand vertreten sein würden. Zudem sind die Wirtschaftsräume unabhängig von den Landesgrenzen. Im Norden spielt vor allem die Metropolregion Hamburg eine bedeutende Rolle, die stark nach Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Niedersachsen hineinstrahlt. Auch die Gebiete der Prüforganisationen beziehen sich auf den norddeutschen Raum. Regionalmessen von Werkstattausrüstern sind ebenfalls nicht bundeslandbezogen, sondern richten sich auf Wirtschaftsregionen aus.

"Landesgrenzen sind zweitrangig"

Ohne eine Bündelung laufe der norddeutsche Raum Gefahr, im Chor der deutschen Regionalinteressen unterzugehen, betonte Joswig, Präsidiumsmitglied des Landesverbandes Schleswig-Holstein. "Als Unternehmer aus Hamburg und Schleswig-Holstein ist für mich die Überschreitung der Landesgrenzen Tagesgeschäft." Sein Kollege Vorbeck ergänzte: "Mit Wohnsitz in Hamburg und Firmensitz in Schleswig-Holstein praktiziere ich ein täglich gegenläufiges Pendeln. Uns kommt es darauf an, für die Betriebe die besten Lösungen, sei es in der Interessenvertretung, in der Berufsbildung oder im Bereich von Wirtschaftsförderung zu erreichen. Landesgrenzen sind da zweitrangig."

Es sei beruhigend, dass Mecklenburg-Vorpommern als Teil der norddeutschen Region auch im ZDK-Vorstand gut und bewährt vertreten sei, erklärte Udo Hintze, Präsident des Landesverbandes Mecklenburg-Vorpommern. Martin Krohn, Obermeister der Hamburger Kfz-Innung und Präsident des Hamburger Kfz-Verbandes, meinte: "Das gemeinsam Schauen nach Bonn und Berlin sowie Brüssel aus Norddeutschland macht Sinn und spiegelt die gemeinsam Mentalität sowie den einheitlichen Wirtschaftsraum wieder." (AH)

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