Verkehrssicherheitsrat: Landstraßen sollen sicherer werden

05.03.2026 10:48 Uhr | Lesezeit: 2 min
Landstraße Unfall Verkehr
Knapp 60 Prozent der Todesopfer bei Verkehrsunfällen starben auf Landstraßen.
© Foto: Mit KI generiert

2025 kamen in Deutschland 2.814 Menschen im Straßenverkehr ums Leben – fast 60 Prozent davon auf Landstraßen. Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat fordert die Bundesländer auf, sofort wirksame Programme umzusetzen: mehr Tempokontrollen, Schutzplanken, schnelle Entschärfung von Unfallhäufungsstellen und mehr Sicherheitsaudits.

Im Jahr 2025 kamen in Deutschland 2.814 Menschen im Straßenverkehr ums Leben. Knapp 60 Prozent der Todesopfer starben auf Landstraßen. Angesichts dieser Zahlen fordert der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) die Bundesländer auf, wirksame Programme zur Erhöhung der Verkehrssicherheit auf Landstraßen konsequent umzusetzen. 

"Wir brauchen jetzt konkrete und ambitionierte Programme der Landesregierungen, um weitere tödliche Unfälle auf Landstraßen zu verhindern“"sagt Manfred Wirsch, Präsident des DVR. "In den vergangenen Monaten wurden bereits intensive fachliche Diskussionen geführt, um besonders wirksame und kurzfristig umsetzbare Maßnahmen zu identifizieren. Die derzeit laufende Vorbereitende Konferenz der Verkehrs- und Straßenbauabteilungsleitungen sowie die Verkehrsministerkonferenz am 25. und 26. März müssen als politischer Startpunkt gelten, ab dem die Länder ihre Anstrengungen für die Verkehrssicherheit deutlich intensivieren."

Viele Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit sind ohne gesetzliche Änderungen realisierbar. Dazu zählt insbesondere der Ausbau der Geschwindigkeitsüberwachung. Überhöhte Geschwindigkeit ist nach wie vor die Hauptursache schwerer Unfälle auf Landstraßen. 

Umsetzung von Schutzplankenprogrammen

Der DVR fordert die konsequente Umsetzung von Schutzplankenprogrammen. Demnach müssen Landstraßen dort, wo es aus Sicherheitsgründen erforderlich ist, mit Leitplanken ausgestattet werden. Grundlage dafür sollte eine systematische und fortlaufende Auswertung von Unfalldaten sein, um besonders gefährdete Streckenabschnitte gezielt zu identifizieren. 

Unfallhäufungsstellen wirksam entschärfen

Ein weiterer Schwerpunkt sollte laut dem Deutschen Verkehrssicherheitsrat auf der schnellen Entschärfung bekannter Unfallhäufungsstellen liegen. "Die Bundesländer müssen mehr personelle und finanzielle Ressourcen bereitstellen, um bekannte Gefahrenpunkte zügig zu sichern – bevor ignorierte Zahlen zu neuen Tragödien führen", so Manfred Wirsch. Dafür könnten den zuständigen Baulastträgern finanzielle Mittel sowie personelle Unterstützung von den Landesbetrieben für Verkehr zur Verfügung gestellt werden. 


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Sicherheitsaudits durchführen 

Zudem ist der Deutsche Verkehrssicherheitsrat der meinung, dass Sicherheitsaudits – einschließlich Bestandsaudits – verstärkt durchgeführt werden sollten. So können Risiken bereits in der Planungsphase erkannt und vor der Umsetzung beseitigt werden. 

"Landstraßen sind die tödlichsten Straßen des Landes. Hier entscheidet oft ein einziger Augenblick – und aus Alltag wird Katastrophe", sagt Manfred Wirsch. "Wir fordern die Bundesländer auf, Verkehrssicherheit auf Landstraßen zur politischen Priorität zu machen. Jeder verhinderte Unfall ist mehr als Statistik. Er erspart Familien den Anruf in der Nacht – und bewahrt ein Leben davor, im Straßengraben zu enden."

 

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