Nach Unfall: BYD sieht keinen Makel auf Elektroautos

30.05.2012 16:28 Uhr
BYD e6 eTaxi
BYD glaubt nicht, dass der tödliche Unfall mit einem E-Taxi die Entwicklung der Elektromobilität negativ beeinflussen wird.
© Foto: Wikimedia Commons

Die besondere Schwere des Unfalls eines chinesischen E-Taxis hätte auch bei benzinbetriebenen Fahrzeugen eine große Gefahr für die Insassen dargestellt, betont der Hersteller.

Nach dem tödlichen Unfall mit einem Elektroauto hat der chinesische Hersteller BYD am Mittwoch sein Design und die Sicherheitsstandards verteidigt. Die besondere Schwere des Unfalls hätte bei jedem Fahrzeug "zu großer Gefahr für Passagiere und Fahrer geführt", hieß es in einer Erklärung. "Selbst Benzinfahrzeuge können brennen." Bei dem Unglück, das in China eine Debatte über die Sicherheit von Elektroautos ausgelöst hatte, waren am Samstag im südchinesischen Shenzhen in einem E-Taxi drei Menschen ums Leben gekommen (wir berichteten).

Der Sportwagen, der mit dem Taxi kollidierte, sei mindestens 180 Stundenkilometer schnell gefahren. Das schwere Elektroauto sei über drei Fahrspuren und gegen einen Baum geschleudert und dann zurückgeprallt. Der Wagen sei schwer zerstört gewesen und in Flammen aufgegangen, hieß es in der Erklärung des Herstellers. BYD baut mit Daimler in einem Joint Venture ein eigenes Elektroauto namens Denza für den chinesischen Markt.

Das BYD-Modell E6 sei sicherheitsgeprüft gewesen und habe alle Crashtests nach nationalen Standards bestanden, teilte BYD mit. Auch die Batterie habe dabei eine 50-prozentige Deformation überstanden, ohne sich zu entzünden. Solche Elektrotaxis seien in Shenzhen seit zwei Jahren im Einsatz und hätten zusammen über 15 Millionen Kilometer zurückgelegt. Den Angaben zufolge hat es 18 Kollisionen gegeben, ohne dass Personen verletzt wurden oder Fahrzeuge brannten.

BYD (Build Your Dreams) sei fest davon überzeugt, dass der Unfall die Entwicklung der E-Mobilität "nicht negativ beeinflussen" werde, hieß es. Auch der Vizegeneralsekretär der Personenwagenvereinigung Chinas, Cui Dongshu, wies Zweifel an E-Fahrzeugen zurück. "Die Kollision war eher ungewöhnlich", sagte der Experte der dpa in Peking. Er verwies auf den extrem schnellen Sportwagen: "Wenn man mit derart extremer Wucht getroffen wird, kann alles passieren." (dpa)

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