Motorleistung: Autokäufer lieben PS

01.08.2011 10:28 Uhr
SUV, wie hier der Audi Q7, gelten als Treiber der höheren Durschnittswerte, da sie mit 165 PS knapp 31 PS mehr als der Durchschnitt aufweisen.
© Foto: Audi

Die Motorleistungen der in Deutschland verkauften Neuwagen steigen. Trotz der hohen Kraftstoffpreise lag die Durchschnittsleistung der Pkw im ersten Halbjahr bei 134 PS - mehr Pferdestärken denn je. Auch in den USA ist keine Änderung des Käuferverhaltens in Sicht.

Umweltdebatte und hohen Spritkosten zum Trotz: Die Autokäufer lieben Wagen mit hoher Motorleistung. Im Durchschnitt hatte ein in Deutschland verkaufter Neuwagen im ersten Halbjahr 2011 eine Leistung von 134 PS - mehr Pferdestärken denn je, wie aus einer Studie des CAR-Instituts der Universität Duisburg-Essen hervorgeht. Treiber dieser Entwicklung ist zum einen der Trend zu Geländewagen, die meist hochmotorisiert daherkommen. Aber auch die Firmenwagen werden oft mit üppigen Motorvarianten geordert, sie kamen auf einen Durchschnitt von 152 PS. Der Privatkäufer "begnügt" sich der Studie zufolge im Schnitt mit 125 PS. Nach Ansicht des Autoexperten Ferdinand Dudenhöffer ist der Trend zu steigenden PS-Zahlen nicht ohne Risiko für die deutschen Hersteller. Zwar müsse höhere Motorisierung nicht zwangsläufig mit höheren Umweltbelastungen einhergehen. Downsizing (Motoren mit kleinerem Hubraum) und vieles mehr trage dazu bei, die Normverbräuche zu reduzieren, sagte der Direktor des CAR-Instituts. "Allerdings ließen sich die Normverbräuche noch stärker reduzieren, wenn auf Zuwachs bei der Motorisierung verzichtet wird." Der Trend immer weiter steigender Motorleistungen berge die Gefahr, dass Energieverbrauch und Motorleistung als weniger sozial akzeptiert angesehen würden. Dies könnte insbesondere bei Firmenwagen ein Risiko darstellen. "Dieses Risiko ist unter den Autobauern nicht gleichverteilt, sondern hängt stärker auf Seiten der deutschen Autobauer", sagte Dudenhöffer. Die deutschen Hersteller sollten diskutieren, ob die Zukunft der Automobilindustrie in immer weiter steigenden PS-Zahlen liegen sollte. Der Studie zufolge ist die Leistung der Neuwagen in den vergangenen Jahren stetig angestiegen, lediglich im Jahr der Abwrackprämie 2009 gab es einen deutlichen Rückgang. Lag die durchschnittliche Motorleistung 1995 noch bei 95 PS, waren es im Jahr 2000 bereits 110 PS. Nach Dudenhöffers Einschätzung ist bei den aktuellen 134 PS noch nicht Schluss, da der Anteil der Geländewagen weiter zunimmt. Die durchschnittliche PS-Zahl von Tiguan, X5 und Co habe in den ersten sechs Monaten des Jahres mit 165 PS knapp 31 PS mehr als der Durchschnitt betragen. Mittlerweile seien 13 Prozent aller Neuwagen sogenannte SUV - Tendenz steigend. (dpa)

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KOMMENTARE

Rolf Achtzig

01.08.2011 - 15:28 Uhr

och Leute, dass auch Ihr jeden Rülpser vom Professor aus Duisburg zu einer Meldung von Nachrichten-Gehalt stilisiert, macht schon betroffen. Was will der Herr D. uns diesmal sagen? Vor allem deutsche Dienstwagenfahrer rüsten PS-technsich auf und gefährden damit den sozialen oder den Umweltfrieden? Und außerdem fahren viel zu viele die fetten SUV (die deutlich mehr PS brauchen als "normale" Autos, damit sie vernünftig aus dem Quark kommen)? Das Thema ließe sich einfach beenden, wenn gerade bei der staatlich subventinonierten Dienstwagenregelung im ökologischen Sinne lenkend eingegriffen würde. Aber die Studie, welche dramtischen "katastorphalen" Folgen gerade das für die deutschen Hersteller hätte, hat Dudi bestimmt schon fertig in der Schublade. So hat er nur mal wieder das Sommerloch gefüllt und wird heute Abend formatfüllend über die Bildschirme flimmern. Ich guck heut kein heute-journal, das halt ich nicht aus! Schöne Sommerzeit!


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