Die eFuel Group aus Hoya in Niedersachsen und der Schmierstoffhersteller Liqui Moly (Ulm) haben eine strategische Zusammenarbeit vereinbart. Ziel der Partnerschaft ist es laut Mitteilung, das Zusammenspiel von synthetischen Kraftstoffen, Motorölen und Additiven weiterzuentwickeln. Im Fokus stehen dabei Effizienz, Motorschutz und die praktische Anwendung unter realen Einsatzbedingungen.
"Wir glauben, dass die Zukunft in einem Mix der Antriebssysteme liegt. Und in dieser können eFuels, die eine erhebliche Reduzierung der CO2-Neuemissionen aufweisen, eine bedeutende Rolle übernehmen. Deshalb sieht Liqui Moly in diesem gemeinsamen Projekt Potential“, sagt Günter Hiermeier, Geschäftsführer des Schmierstoffspezialisten aus Süddeutschland. Nach Angaben der Unternehmen werde die Zusammenarbeit zunächst im Motorsport umgesetzt. Dort sollen Erfahrungen gesammelt werden, die später auch auf weitere Anwendungen im Mobilitätssektor übertragen werden könnten.
CO2-Emissionen verringern
Die Unternehmen verweisen auf das Potenzial synthetischer Kraftstoffe zur Verringerung von CO2-Neuemissionen im Vergleich zu fossilen Kraftstoffen. Gleichzeitig betont Liqui Moly die Bedeutung von eFuels für den weltweiten Bestand an Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor. Diese könnten weiter genutzt werden, ohne dass neue Infrastruktur aufgebaut werden müsse. Das bestehende Tankstellennetz könne grundsätzlich weiter verwendet werden. Ein Schwerpunkt der Kooperation liegt auf der Abstimmung von Kraftstoffen und Schmierstoffen. Moderne Motoröle tragen dazu bei, Reibungsverluste im Antrieb zu reduzieren und die Kraftstoffausnutzung zu verbessern. Die Partner erwarten, dass eine bessere Abstimmung beider Betriebsstoffe zu einer höheren Effizienz und einem geringeren Verbrauch beitragen kann.
Additive rücken in den Fokus
Neben Kraftstoffen und Motorölen spielen auch Additive eine wichtige Rolle in der Zusammenarbeit. Die Zusatzstoffe beeinflussen die Eigenschaften von Kraftstoffen und Schmierstoffen und können unter anderem zur Sauberkeit des Motors beitragen. Liqui Moly bringt dabei seine langjährige Erfahrung in der Entwicklung und Produktion von Additiven ein. Sowohl die eFuel Group als auch Liqui Moly gehen davon aus, dass künftig unterschiedliche Antriebstechnologien parallel bestehen werden. In diesem Umfeld sehen die Unternehmen synthetische Kraftstoffe als eine mögliche Ergänzung zu anderen Antriebskonzepten. Die Partnerschaft soll dazu beitragen, die technische Weiterentwicklung entsprechender Lösungen voranzutreiben.