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Jahresbilanz 2016: Entspannung an der Pleitefront

Die Amtsgerichte zählten von Januar bis Dezember 584 Insolvenzverfahren in der Branche.
© Foto: Gina Sanders/fotolia.com

Die gute Konjunktur hat das Kfz-Gewerbe 2016 gegen Zahlungsschwierigkeiten gewappnet. Die Zahl der Insolvenzfälle ging deutlich um 16,6 Prozent zurück.


Datum:
14.03.2017
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Das gute Autojahr 2016 hat für eine Entspannung an der Pleitefront gesorgt. Wie das Statistische Bundesmat (Destatis) am Dienstag bekannt gab, gingen die Insolvenzfälle im Kraftfahrzeuggewerbe deutlich um 16,6 Prozent zurück. Die Amtsgerichte zählten von Januar bis Dezember 584 Verfahren (2015: 700). Betroffen waren 1.497 Beschäftigte, die Gläubigerforderungen beliefen sich auf 204,9 Millionen Euro.

Profitieren konnten alle gelisteten Wirtschaftsbereiche. So mussten mit 255 Autohäusern 13 Prozent weniger Händler den Gang zum Insolvenzrichter antreten; im Bereich "Instandhaltung und Reparatur" waren 226 Betriebe zahlungsunfähig, 15,4 Prozent weniger als noch 2015. Auch bei den Teilehändlern (113 Fälle, minus 31 Prozent) und Motorradbetrieben (27, minus 7,4 Prozent) war der Trend deutlich positiv.

Uneinheitlich stellte sich die Lage am Ende des Jahres dar. So waren mit 50 Branchenbetrieben genauso viele pleite wie im Dezember 2015. Während der Handel mit einem Rückgang um 17,4 Prozent eindeutig profitierte, lag die Zahl der Insolvenzen bei den Werkstätten auf Vorjahresniveau.

Neuer Tiefstand

Branchenübergreifend haben die deutschen Amtsgerichte im vergangenen Jahre so wenige Firmenpleiten registriert wie noch nie seit Einführung der neuen Insolvenzordnung im Jahr 1999. Die Zahl sank zum Vorjahr um 6,9 Prozent auf 21.518 Fälle. Sie ist damit seit der Wirtschafts- und Finanzkrise im Jahr 2009 in Deutschland rückläufig.

Allerdings stieg die Höhe der Forderungen der Gläubiger von 17,3 Milliarden auf 27,4 Milliarden Euro, weil 2016 mehrere große Unternehmen in die Insolvenz rutschten. Prominente Beispiele waren Steilmann, Sinn-Leffers oder German Pellets. Generell sind jedoch vor allem kleine und junge Unternehmen gefährdet. (se/dpa)

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