Frankreich: Mercedes-Händler haben Angst um Arbeitsplätze

30.07.2013 19:59 Uhr
Daimler-Chef Dieter Zetsche (hier auf der Pariser Motor Show im September 2012) hat derzeit keine Freude am Frankreich-Geschäft.

Von dem Zulassungsstopp im Kältemittel-Streit könnten laut einem Brief an das Umweltministerium bis zu 15 Prozent der 11.000 Angestellten betroffen sein.

Trotz der Proteste von Mercedes-Händlern bleibt das französische Umweltministerium im Kältemittelstreit hart. Frankreich halte sich an die EU-Richtlinie, die eine Verwendung des klimaschonenderen Kältemittels R-1234yf vorschreibe, hieß es am Dienstag im Umweltministerium in Paris. Daimler will das Mittel nicht einsetzen, weil es bei Unfallsimulationen in Brand geriet und verwendet stattdessen das für neue Modelle nach EU-Auflagen nicht mehr erlaubte Mittel R-134a.

Die französischen Mercedes-Händler verweisen in einem der dpa vorliegenden Brief an das Ministerium darauf, die betroffenen Modelle machten mehr als 50 Prozent der Verkäufe in dem Land aus. "Wir schätzen die Zahl unserer Kunden, die von dem Zulassungsstopp betroffen sind, bis Ende August auf mehr als 5.000." Die Blockade habe desaströse Auswirkungen und sei ein Wettbewerbsnachtteil. Laut Zeitung "Les Échos" könnten bis zu 15 Prozent der 11.000 Angestellten betroffen sein.

Frankreich weigert sich seit Anfang des Monats, die neuen Mercedes-Modelle der A-, B- und CLA-Klasse sowie den Roadster SL zuzulassen. Aus Brüssel hatte Paris dafür Rückendeckung bekommen. Zuletzt hatte ein Gericht in Versailles den Zulassungsstopp wegen Verletzung der EU-Regelung zurückgewiesen. Das Ministerium kündigte daraufhin an, die entsprechende EU-Schutzklausel regelgerecht anzuwenden, wodurch die Zulassung der Modelle untersagt bleibe. Daimler beruft sich hingegen auf eine erweiterte Typzulassung des deutschen Kraftfahrtbundesamtes (KBA), die europaweit gültig sei. (dpa)

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