Autofahrer in Baden-Württemberg sind die "Rußfilter-Champions". Nahezu 23 Millionen Euro oder 39 Prozent der Fördergelder flossen in das südwestliche Bundesland. "Dies entspricht 72.661 Filternachrüstungen von bundesweit insgesamt 186.698", sagte Harry Brambach, Präsident des baden-württembergischen Kfz-Gewerbes, laut Mitteilung.
Der Branchenvertreter zeigte sich zufrieden mit dem Ergebnis. Das Förderprogramm habe den Kfz-Betrieben in Baden-Württemberg einen "Nachrüstumsatz" von rund 60 Millionen Euro beschert. Brambach sagte, dass der Nutzen für Umwelt, Autofahrer, Kfz-Gewerbe und Teilelieferanten durch die Subvention gleichermaßen groß gewesen sei.
Der Bund hatte in den Jahren 2012 und 2013 den nachträglichen Einbau von Rußpartikelfiltern mit fast 59 Millionen Euro unterstützt. Neben Baden-Württemberg war das Interesse an dem staatlichen Bonus auch in Nordrhein-Westfalen mit 33.804 bewilligten Anträgen und Bayern (23.854) groß. Die wenigsten Umrüstungen wurden in Mecklenburg-Vorpommern (409), Hamburg (405) und im Saarland (256) beobachtet.
Auch Niedersachsen sind Filter-Muffel
Schwach ist auch die Bilanz des Flächenstaats Niedersachsen. Dort wurden laut Landesverbandspräsident Karl-Heinz Bley lediglich 8.739 Nachrüstungen in Auftrag gegeben. Der Marktanteil von 4,7 Prozent sei "stark unterdurchschnittlich". Die Hoffnungen der Werkstätten, das Förderprogramm löse einen "nachhaltigen Umsatz" aus, hätten sich nicht erfüllt, sagte er.
Auch nach Abschluss des Förderprogramms empfiehlt die Kfz-Branche Fahrern älterer Dieselautos, ihre Wagen "im Interesse des Umweltschutzes und des Werterhalts" mit Rußpartikelfiltern auszurüsten. (rp)