Car-IT auf der IAA: "Digitale Revolution" auf vier Rädern naht

14.08.2013 10:59 Uhr
Car-to-X Vernetzung Cloud Telematik
Ein "elektronisches Band" für vernetzte Autos soll laut VDA schon in zehn bis 15 Jahren Realität sein.
© Foto: Continental

Vernetzte Fahrzeuge könnten nicht nur das Autofahren verändern, sondern die ganze Branche neu ordnen. Der VDA stellt seine Ideen in Frankfurt vor.

Nicht weniger als eine Zeitenwende in der Geschichte des Automobils soll es sein. Mehr Sicherheit, mehr Komfort, weniger Staus, weniger Kraftstoffverbrauch, mehr Klimaschutz und Autos, die von selbst fahren. Das alles verspricht sich die Branche von der "digitalen Revolution". Kern ist das vernetzte Auto. Die Car-IT ist einer der großen Schwerpunkte bei der 65. Ausgabe der Internationalen Automobil-Ausstellung IAA Mitte September (12.-22.9.) in Frankfurt.

Dabei rückt auch der Traum vom vollautomatischen Fahren näher: Das Auto steuert - der Fahrer liest, sichtet E-Mails oder schläft. "In 10 bis 15 Jahren wird das auf vielen Strecken Realität sein", verspricht der Präsident des Branchenverbandes VDA, Matthias Wissmann. Er nennt das dafür nötige System "elektronisches Band". In dem sind die Autos vollständig miteinander vernetzt, über elektronische Sensoren im Auto sowie an den Leitplanken und Begrenzungspfosten an der Autobahn. Die Autos fahren selbstständig in Reihe, immer im richtigen Abstand.

"Das wäre eine Revolution beim Auto, wie die Einführung des Fließbandes bei Ford und damit die Massenfertigung von Autos", sagt Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer. Das vernetzte Auto erhöhe zum Beispiel die Sicherheit im Straßenverkehr, heißt es in einem VDA-Papier: "Wenn wir schon vorher wissen, dass zum Beispiel ein Fußgänger die Straße passiert oder ein Motorrad um die Ecke schnellt, können Unfälle vermieden werden. Unser Fahrzeug bremst, noch ehe wir reagieren."

Allerdings ist das "elektronische Band" nicht die einzige Vision für das automatisierte Fahren. So setzt Google, dessen Roboter-Wagen bereits mehr als eine halbe Million Kilometer auf US-Straßen zurückgelegt haben, eher auf Sensoren am Auto selbst, mit denen es die Umwelt erfassen kann. Schließlich dürfte es lange dauern, bis viele Fahrzeuge miteinander kommunizieren können und die Straßen entsprechend ausgestattet sind, gibt der Wissenschaftler Sebastian Thrun zu bedenken, der das Projekt bei Google in Gang gebracht hat.

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