Der weltgrößte Autozulieferer Bosch hat den von langer Hand geplanten Teilverkauf seines Bremsengeschäfts unter Dach und Fach. Die Schwaben veräußern ihr Erstausrüstungsgeschäft mit Produkten wie Bremssätteln, Scheiben-, Trommel- und Feststellbremsen an eine Kapitalbeteiligungsfirma mit Hauptsitz in New York, wie die Bosch-Gruppe am Dienstag in Stuttgart mitteilte. Den Zuschlag habe eine Tochterfirma der KPS Capital Partners erhalten, die eigenen Angaben zufolge eine 2,7 Milliarden US-Dollar (etwa 2,11 Mrd. Euro) schwere Fonds-Familie steuert. Bereits im Frühjahr 2009 hatte Bosch angekündigt, seine Aktivitäten im Bremsengeschäft zu restrukturieren. Ende 2009 folgte die Veräußerung des nordamerikanischen Basisbremsengeschäfts an den japanischen Bremsenhersteller Akebono Brake Industry. Das verkaufte Bremsengeschäft brachte Bosch 2010 einen Umsatz von rund 850 Millionen Euro. Rund 5.200 Mitarbeiter sind in diesem Bereich beschäftigt, allerdings nur rund 30 davon in Deutschland. Der Kaufpreis wurde nicht bekannt. Wie Bosch in der Ankündigung erklärte, werde man sich im Bremsengeschäft zukünftig auf die Bremskraftverstärkung und Bremsregelsysteme konzentrieren. Auch das Handelsgeschäft inklusive der Produktion von Bremsscheiben und -belägen verbleibe bei den Stuttgartern und werde systematisch ausgebaut, hieß es. (dpa/msh)
Bosch: Teil des Bremsengeschäfts veräußert
Bosch hat sein Erstausrüstungsgeschäft im Bereich Basisbremsen zu einem Großteil verkauft. Nicht betroffen sind die Bereiche Bremskraftverstärkung und Regelsysteme sowie das Handelsgeschäft.