Betrugsmasche: Falsche Autoglaser kassieren Versicherungen ab

Mit angeblichen Glasschäden kassieren derzeit Betrüger bei Versicherungen ab.

Die R+V Versicherung hat private Verkäufer eindringlich davor gewarnt, ihr Fahrzeug in Online-Inseraten mit Nummernschild abzubilden. Betrüger fragen die Besitzer gezielt nach Versicherungsdaten, um diese zur Abrechnung von vermeintlichen Glasschäden zu nutzen.


Datum:
11.02.2011

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Vor einer weiteren Internet-Betrugsmasche hat die R+V Versicherung jetzt gewarnt. So suchen Kriminelle derzeit auf Online-Fahrzeugbörsen gezielt nach Inseraten, bei denen das Nummernschild des abgebildeten Fahrzeugs zu erkennen ist. Durch einen Anruf beim Verkäufer bekommen die Betrüger in der Regel Name und Adresse des Verkäufers sowie das Versicherungsunternehmen und die Art der Versicherung heraus. Diese Informationen reichten aus, um den Versicherungen gefälschte Rechnungen über den angeblichen Austausch einer Frontscheibe zu senden, heißt es in der R+V-Mitteilung. Dem Schreiben liege eine gefälschte Erklärung des "echten" Versicherten bei. Er bittet, die Rechnung direkt an den Autoglaser zu begleichen, den es in Wirklichkeit gar nicht gibt. Damit landet das Geld auf dem Konto der Betrüger. Wie eine Sprecherin der Versicherung auf Anfrage von asp-Online erläuterte, sind die Rechnungen der vermeintlichen Autoglaser den echten Rechnungen (z.B. der Autoglas-Ketten) täuschend ähnlich nachempfunden. Die Absender seien in der Regel frei erfunden, es würden also keine Namen und Anschriften real existierender Werkstätten missbraucht, betonte sie. Aufgrund der Vielzahl der Rechnungen sei es nicht möglich, die Echtheit des Absenders grundsätzlich zu überprüfen. Der Betrug falle auch deshalb meist nicht auf, weil der Versicherte bei einem Glasschaden in der Kaskoversicherung nicht hochgestuft werde und er deshalb von der ganzen Schadensabwicklung meist gar nichts mitbekomme, ergänzt Karl Walter, Kfz-Experte beim Infocenter der R+V Versicherung. Auf Fotos in GW-Anzeigen sollte daher das Kennzeichen unbedingt immer unkenntlich gemacht oder vor dem Fotografieren abmontiert werden. Walter warnt Endkunden außerdem davor, am Telefon genaue Angaben zur Versicherung zu machen. (ng)

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