Sonntag, 25.08.2019
Verkehrsblatt IVW
20.04.2017

¬ Selbstfahrende Autos

Bosch kooperiert mit chinesischen Firmen

Bosch drängt mit Technik für selbstfahrende Autos auf den chinesischen Markt.
© Foto: Bosch

zum Themenspecial China

Der deutsche Hightech-Konzern Bosch drängt mit Technik für selbstfahrende Autos auf den chinesischen Markt. Der Zulieferer und Sensoren-Hersteller gab am Mittwoch in Schanghai bekannt, künftig mit dem chinesischen Internetkonzern Baidu und den beiden dortigen Kartenherstellern AutoNavi und NavInfo zusammenzuarbeiten und Daten zu liefern. Für automatisiertes Fahren mangele es noch an sehr genauen, aktuellen Karten, das wolle man ändern, sagte der zuständige Bosch-Geschäftsführer Rolf Bulander. Daten der Bosch-Sensoren sollen dabei helfen, dass der Standort der Fahrzeuge in China auf den Zentimeter genau bestimmt werden kann.

Eine erste Karte soll bis Jahresende erstellt werden. Über die finanzielle Ausgestaltung der Kooperation wurden keine Angaben gemacht. Die Kooperation der Firmen wurde am Mittwoch auf einer Automesse in Schanghai vorgestellt.

Autohersteller und Zulieferer entwickeln immer umfassendere Technik für selbstfahrende Wagen. Ein voll automatisiertes Auto, bei dem ein Mensch gar nichts mehr machen muss und nur noch als Passagier an Bord ist, ist aber noch Zukunftsmusik. Bosch testet auf einer chinesischen Autobahn künftig mit Baidu ein teilautomatisiertes Fahrzeug. Ähnliche Testfahrten mit Bosch-Beteiligung gibt es bereits in Deutschland, den USA und in Japan.

Einer Umfrage zufolge sehen Chinesen das Thema automatisierte Autos deutlich positiver als Deutsche. Laut der Erhebung des Instituts Lightspeed Research im Auftrag von Bosch unter 6.000 Menschen sind in China 74 Prozent der Befragten für eine rasche Einführung selbstfahrender Autos, in Deutschland sind es nur 33 Prozent und in den USA nur 31 Prozent.

China ist der größte Automarkt der Welt. Für Bosch wird das asiatische Riesenland immer wichtiger. Im vergangenen Jahr stieg der Umsatz seiner Kfz-Zulieferer-Sparte den Angaben zufolge um etwa 15 Prozent auf neun Milliarden Euro. In lokaler Währung lag das Plus sogar bei gut 23 Prozent. (dpa)

 
 

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