Drei Rückrufe: Edelbikes müssen in die Werkstätten

Bei 700 BMW HP2 kann sich die vordere Verschraubung der Paralever-Strebe lockern.
© Foto: BMW

Motorräder der drei namhaften Hersteller BMW, Harley-Davidson und Triumph müssen derzeit wegen unterschiedlicher Wehwechen zu den Vertragsbetrieben. Insgesamt geht es um über 1.300 Maschinen.


Datum:
28.10.2008

1 Kommentare

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Die drei Motorradhersteller BMW, Harley-Davidson und Triumph arbeiten derzeit Rückrufaktionen für insgesamt rund 1.350 Maschinen ab. Bei den Bayern bereitet der Paralever beim Hochpreismodell HP2 Enduro Sorgen. Er mindert bei einigen BMW-Modellen die störenden Reaktionskräfte des Kardanantriebs. "Es ist nicht auszuschließen, dass sich die vordere Verschraubung der sogenannten Paralever-Strebe lockern könnte. Im ungünstigsten Fall kann es zum Verlieren der Schraube kommen. Käme es zum Verlust der Schraube, wäre ein Abstützen des Hinterradantriebes nicht mehr gewährleistet. In Folge wäre ein sicherheitskritischer Fahrzustand nicht auszuschließen", erklärte ein Markensprecher auf Anfrage von asp-Online. An etwa 700 (weltweit 2.800) Enduros der Baujahre 2004-2006 wird eine neue, geänderte Schraube verbaut. Bei Triumph sind in Deutschland 202 (weltweit 1.800) Fahrzeuge des Modells Sprint ST 1050 des Modelljahres 2008 im Fahrgestellnummernkreis 349847 bis 362029 (die letzten sechs Ziffern) von einem möglichen Bruch der Verschraubung der Federbeinumlenkung betroffen. Er kann zum Sturz führen. Im Rahmen eines 45-minütigen Werkstattaufenthalts werde die Verschraubung und ggf. in Mitleidenschaft gezogene Komponenten der Federbeinumlenkung kostenlos ausgetauscht, erklärte ein Sprecher. Harley-Davidson muss in Deutschland 445 Einheiten verschiedener Modelle der Touring-Baureihe wie z.B. Road King oder Street Glide zurückrufen. Bei den zwischen 6. Mai und 11. Dezember gebauten Maschinen droht durch einen Bruch des Kraftstofffiltergehäuses ein Verlust des Kraftstoffdrucks und damit eine Leistungsminderung bzw. ein Absterben des Motors. "Alle betroffenen Fahrzeuge werden mit einem neuen Kraftstofffiltergehäuse ausgerüstet", sagte ein KBA-Sprecher auf Anfrage. Der Importeur wollte mit Verweis auf sein Online-Informationssystem (s. Link unten in der Box) keine "Details über die Rückrufaktionen an Dritte kommunizieren". (ng) Übrigens: asp hat eine neue Komfortfunktion in seine Rückrufdatenbank eingebaut. Alle Einträge können jetzt auch über Markenlogos recherchiert werden. Unter http://www.autoservicepraxis.de/rueckrufe ist aber selbstverständlich auch noch eine Volltextsuche und eine zeitliche Eingrenzung der Trefferliste möglich.

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KOMMENTARE


manfred

10.11.2008 - 19:09 Uhr

das beste ist das mann von alldem nichts erfáhrt !zumindestens nicht in spanien ! wenn ich nicht durch zufall im internett von dem rúckruf gelessen hátte wúste ich von nichts !(was machen leute ohne internet ?)als ich mich heute morgen (10.11.08)bei meinem vertragshándler daraufhin beschwerte meinte dieser nur "du musst dich halt invormieren"triumph spanien hált es nicht fúr notwendig einen zu infomieren !danke schón !so verlihrt man langjáhrige kunden !


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