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FabuCar-Fall: Tiguan mit Startproblemen

Kilian Küchler brauchte die Hilfe eines Kollegen wegen eines schlechten Startverhaltens bei einem VW Tiguan. Der entscheidende Tipp kam schnell aus der Kfz-Profi-Community FabuCar.
© Foto: FabuCar

Ein hoher Kostenvoranschlag für den Tausch der Hochdruckpumpe treibt den Besitzer eines VW Tiguan in die fachkundigen Hände von Kilian Küchler. Doch ist das diagnostizierte Bauteil wirklich Verursacher der Probleme?


Datum:
23.04.2021
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Das Problem

Der Auszubildende Kilian Küchler arbeitet bei einem kleinen Autohändler im niedersächsischen Vordorf bei Braunschweig. Küchler hat einen VW Tiguan in der Werkstatt, bei dem die VW-Vertragswerkstatt eine defekte Hochdruckpumpe als Ursache des schlechten Startverhaltens vermutet. Eine logische und recht bekannte Fehlerursache bei den VAG-Dieselmotoren. Doch Küchler traut der Diagnose nicht und zerlegt das Hochdrucksystem des VW Tiguan in seine Einzelteile. Zu seinem Erstaunen gibt es hier keine Anzeichen auf die Fehlerursache. Nach einer ausgiebigen Prüfung und dem Erneuern des Zahnriemens entlüftet Küchler das System mehrfach mit einem Diagnosegerät. Die Enttäuschung ist groß, als das Fahrzeug wider Erwarten nicht anspringt. Also prüft Küchler weitere Bauteile wie zum Beispiel die Positionssensoren der Nocken- und Kurbelwelle, das Kraftstoffsystem vom Tank bis zum Injektor und alle systemrelevanten elektrischen Bauteile. Hier sind ebenfalls keine Unregelmäßigkeiten zu erkennen. Auch eine Rücklaufmengenmessung bringt kein Licht ins Dunkel. Um ganz sicherzugehen, ersetzt Küchler als letzten Ausweg sämtliche Filter im Kraftstoffsystem und spült alle Kraftstoffleitungen, um feine Späne im Feinfilter ebenfalls zu entfernen. Doch nichts hilft. Verzweifelt wendet sich der Kfz-Azubi an die Kfz-Profi-Community FabuCar. Und tatsächlich: Knapp eine Stunde nach seinem Post erhält Küchler den entscheidenden Hinweis.

© Foto: FabuCar

Die Lösung

Lösung Pier Schleicher
© Foto: FabuCar

Die Lösung bringt der langjährige Kfz-Meister und Werkstattbesitzer Pier Schleicher aus der Nähe von Gotha bei Erfurt. Er empfiehlt, den Anschluss am Kraftstoff-Rail zu den Einspritzdüsen zu verschließen. Wie Pier Schleicher detailliert beschreibt, macht man dies am besten mit einer Überwurfmutter und einer Metallkugel. Anschließend soll Küchler das System mit einem Diagnosegerät entlüften und das Fahrzeug starten. "Wenn der Raildruck dann auch nicht hochgeht, kannst du die Injektoren ausschließen. 350 Bar sollten zum Start schon vorhanden sein", beschreibt Schleicher.

Küchler beherzigt die Ratschläge seines Kollegen und führt alle Schritte wie beschrieben aus. Und tatsächlich! Die Hochdruckpumpe liefert auf Anhieb den beschriebenen Solldruck von rund 350 Bar. Somit ist die Sache klar: Hier sind eindeutig die Injektoren defekt. Küchler ersetzt daraufhin die Injektoren. Nach dem erneuten Spülen und der Durchführung einer Entlüftungsroutine des Kraftstoffsystems ist es geschafft. Das Fahrzeug springt ohne Probleme an und der engagierte Azubi kann endlich beruhigt durchatmen. Abschließend schreibt Küchler: "Wir lernen daraus, nie wieder einer Fremddiagnose blind zu vertrauen!"


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