Anlässlich des fünfzigjährigen Bestehens der Dresdener Firma Melkus im vergangenen Jahr, dem ungebrochenen Interesse zahlreicher Enthusiasten und vor allem in Anknüpfung an den eigenen Renn- und Sportwagenbau unter sozialistischer Planwirtschaft legt die sächsische Mannschaft um Geschäftsführer Peter Melkus den einzigartigen Melkus RS 1000 noch einmal in kleiner Stückzahl auf. Das Fahrzeug wurde zwischen 1969 und 1979 mit exzellentem technischem Sachverstand, zahlreichen "politischen Kunstgriffen" und vor allem viel Idealismus um Firmengründer und DDR-Rennsportlegende Heinz Melkus in einer Stückzahl von 101 Wagen gebaut. Ein Teil der Fahrzeuge wurde damals zu Rennveranstaltungen genutzt und war zudem immer etwas besonders im "automobilen Alltag Ost". Der erste BMW-Vertragshändler der neuen Bundesländer möchte damit an die lange Rennsporttradition der Familie anknüpfen und die Kleinserie als Einstieg in ein zusätzliches Geschäftsfeld nutzen. Neben dem Vertrieb von BMW-Pkw ist das Autohaus mit 37 Mitarbeitern auch einziger Lotus-Händler in den neuen Bundesländern. Geplant ist eine limitierte Stückzahl von fünf Fahrzeugen, wobei schon vier Kunden ernste Kaufabsichten geäußert haben. Die ersten Autos mit Flügeltüren und getuntem 3-Zylinder-Wartburgmotor befinden sich im Aufbau und werden ausschließlich mit Originalteilen aus Altbeständen und Neuanfertigungen auf dem Stand von 1979 produziert. Nach erfolgreicher Pilotphase wird bereits an einem Nachfolgemodell nach dem heutigen Stand der Technik gewerkelt. (ke)
Neubelebung einer Legende
Melkus in Dresden nimmt Sportwagenbau wieder auf