Navigation: Nächste Generation in Planung

19.01.2011 12:15 Uhr
Die Fahrzeugnavigation der Zukunft soll die Informationen nicht mehr nur über Satelliten beziehen. Ein Forschungsverbund in Karlsruhe und Konstanz arbeitet an einer neuen Plattform.
© Foto: ADAC

Orientierungshilfen der nächsten Stufe stellt ein Forschungsverbund aus Wissenschaft und Wirtschaft in Aussicht. Die neuen Navigationskonzepte sollen sich nicht nur auf Satellitendaten verlassen.

Ein Konsortium aus Wirtschaft und Forschung will die nächste Generation so genannter "Lowcost-Navigationsplattformen" entwickeln. Das Forschungsprojekt ist auf drei Jahre angelegt und wird u.a. vom Wirtschaftsministerium des Landes Baden-Württemberg mit einer halben Millionen Euro gefördert. Die Projektleitung hat die Hochschule Karlsruhe Technik und Wirtschaft. Das Besondere: Die Möglichkeiten der satellitengestützten Navigation sollen mit weiteren ortsgebundenen Sensorsystemen kombiniert werden, hieß es aus Karlsruhe. Dabei gelte es neue mathematische Modelle und Algorithmen zu erforschen, um aus den Rohdaten physikalisch unterschiedlicher Sensoren Position, Geschwindigkeit und Orientierung eines Objekts präzise zu berechnen, erklärte Reiner Jäger, Professor an der Fakultät für Geomatik. "Da die Berechnung auf Daten aus mehreren Sensorsystemen basiert, funktionieren solche Navigationsplattformen auch in Fällen, wo Einzelsensoren ausfallen, beispielsweise wenn satellitengestützte Systeme (GNSS) nicht zur Verfügung stehen", präzisierte der Wissenschaftler. Innerhalb des Forschungsverbunds werden dann beim Kooperationspartner HTWG Konstanz entsprechende Steuerungssysteme für Objekte wie z. B. Drohnen entwickelt. Weitere mögliche Anwendungsfelder für die neuen Navigationsplattformen sind u.a. die Fahrzeugnavigation sowie Datenerfassungssysteme zur Georeferenzierung – beispielsweise für Smartphones. Bei den neuen "Lowcost-Navigationsplattformen" handele es sich um skalier- und miniaturisierbare Systeme, so Jäger. Sie könnten in Größe und Umfang an die unterschiedlichsten Anwendungen angepasst werden. Die preisgünstigen Bauelemente ermöglichten auch die Produktion in Großserien für den Massenmarkt. (msh)

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