Ein Drittel aller deutschen Autofahrer hält seit mehr als zehn Jahren ein und derselben Werkstatt die Treue. Dies hat eine Forsa-Umfrage im Auftrag des Zentralverbands Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) ergeben. Immerhin weitere 18 Prozent sind seit fünf bis zehn Jahren Stammkunde bei "ihrem" Kfz-Betrieb. Der ZDK zeigte sich in einer Mitteilung über die große Kundentreue "hocherfreut". Weniger erfreulich sei dagegen die schlechtere Konsumneigung, denn lediglich 17 Prozent (2004: 19 Prozent / 2003: 24 Prozent) planten in den kommenden 18 Monaten einen Autokauf. Jeder zehnte verschiebe gar aus Kostengründen die geplante Anschaffung, insbesondere in den neuen Bundesländern, wo nur 14 Prozent ihr aktuelles Fahrzeug ersetzen wollen. Hinsichtlich der Werkstattwahl gaben 84 Prozent der Autofahrer an, dass es ihnen wichtig bzw. sehr wichtig sei, dass der Betrieb von einem Kfz-Meister geführt wird. Vor einem Jahr waren es nur 77 Prozent. Besonders älteren Fahrzeughaltern über 60 liegt dies am Herzen: Hier wollen 90 Prozent einen Meister zu Werke gehen sehen. Auch die Erreichbarkeit ist nach wie vor maßgeblich bei der Werkstattwahl. Der Weg zum Kundendienst oder zur Abholung nach einer Reparatur darf nach Meinung von 83 Prozent der deutschen Fahrzeugbesitzer nicht länger als eine halbe Stunde dauern. Fast ein Viertel ist sogar nur bereit, bis zu zehn Minuten zu investieren. Besonders ungeduldig sind dabei wiederum ältere Verkehrsteilnehmer über 60 und Frauen, die zu 27 Prozent eine maximale Fahrzeit von zehn Minuten für zumutbar halten. (ng)
Hoher Stammkundenanteil in deutschen Werkstätten
Ein Drittel der Autofahrer hält seinem Betrieb seit über zehn Jahren die Treue