Gutes Zeugnis für Fortbildungseinrichtungen

22.11.2004 11:28 Uhr
Serviceberater in Aktion

Anbietern von Lehrgängen zum Kfz-Servicetechniker wird von Stiftung Warentest ein hohes Niveau bescheinigt

Ein gutes Zeugnis hat Stiftung Warentest 22 Bildungseinrichtungen gegeben, welche die Fortbildung zum Kfz-Servicetechniker anbieten. Die Qualität der Ausbildung sei allgemein hoch gewesen, urteilten die Tester. Zusammen mit unabhängigen Kfz-Sachverständigen hatten sie im Frühjahr die Einrichtungen inspiziert, Kursteilnehmer befragt, das Informationsmaterial für Interessenten am Kurs gesichtet und die Vertragsbedingungen untersucht. Die Preise für die Fortbildung, die in Berufsbildungszentren der Handwerkskammern und gewerblichen Schulen stattfindet, schwanken deutlich: Zwischen 1.360 und 2.250 Euro wurden für vergleichbare Kurse verlangt. Gleiches gelte für die Prüfungsgebühren, die je nach Kammer mit 200 bis 490 Euro zu Buche schlagen. Besonders hervorgehoben wurde von den Testern die Akademie der HWK Trier, die als einer von fünf Bildungsträgern für die Lehrorganisation und die technische Ausstattung die Bewertung "sehr hoch" bzw "hoch" erhielt, preislich mit 1.500 Euro aber im unteren Drittel aller Anbieter lag. Die anderen vier Einrichtungen mit dieser Kombination in Minden, Regensburg, Koblenz und Oldenburg verlangten deutlich höhere Preise für ihr Angebot (1.950 bis 2.250 Euro). Die Oldenburger Kreishandwerkerschaft erreichte als einziger Teilnehmer im Feld bei der technischen Ausstattung die Bestnote. Auch bei den Vertragsbedingungen sei man dort vorbildlich: Als einer von drei Anbietern verzichte Oldenburg auf Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB), wodurch das für den Verbraucher günstigere BGB zum Tragen komme. Unzulässige Vertragsklauseln Hinsichtlich der Verträge rät Stiftung Warentest zu einem genauen Studium. In manchen habe der Rechtsgutachter unzulässige Klauseln entdeckt, beispielsweise eine Vorauszahlungspflicht oder einen Vorbehalt zur Preiserhöhung ohne sachliche Gründe und Kündigungsrecht der Kursteilnehmer. Bei deren Befragung haben die Tester übrigens festgestellt, dass etwa die Hälfte finanziell gefördert wurde, sei es durch den Arbeitgeber, durch Meisterbafög, Berufsförderungsdienst der Bundeswehr, EU-Fördergelder oder durch Bildungsgutscheine der Arbeitsagenturen. (ng)

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