Produktpiraterie kann neben Einbußen für Unternehmen zu lebensgefährlichen Situationen im Straßenverkehr führen. Daher wurde im Januar 2006 die Kampagne "Messe Frankfurt against copying" gestartet, teilte der Initiator mit. Insbesondere auf der diesjährigen Automechanika soll über Produktpiraterie informiert werden. Die Messe Frankfurt rät etwa den Ausstellern, Produkt und Marke beim zuständigen Amt registrieren zu lassen und beim Zoll einen entsprechenden Antrag mit Nachweis des Rechts eines Markenherstellers zu stellen. Dann könne der Zoll verdächtige Sendungen anhalten, sie untersuchen, Proben entnehmen und Fälschungen vernichten und Informationen an den Markenhersteller herausgeben. Weitere Tipps gibt es in der von der Messe Frankfurt herausgegebenen Broschüre "Schutz vor Marken- und Produktpiraterie", die rechts in der Downloadbox abgerufen werden kann. Unterdessen warnt der TÜV Nord vor Pkw-Ersatzteilen aus dem Internet. Eckart Zimmermann von TÜV Nord Mobilität empfiehlt, Ersatzteile aus dem Internet vor dem Kauf besonders kritisch zu betrachten. Bei Teilen, die auf die Fahrzeugsicherheit Einfluss haben, gelte in jedem Fall die Faustregel "Günstig ist gut, sicher ist besser". So müssten Bremsbeläge mit dem EG-Genehmigungszeichen oder der Prüfnummer des KBA ausgestattet sein. Wichtig ist laut Zimmermann, dass sich die Angaben auf dem Ersatzteil selbst und nicht bloß auf der Verpackung befinden. Auch Tunigteile sollten nur dann aus dem Internet bestellt werden, wenn eine "Allgemeine Betriebserlaubnis für Fahrzeugteile" oder ein Teilegutachten beiliegen. (ab)
Automechanika-Kampagne gegen Produktfälschungen
Messe Frankfurt gibt Tipps und Informationen / TÜV Nord: Ersatzteile aus dem Internet gut prüfen